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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erdgas wird jetzt deutlich teurer
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Ab Dezember um durchschnittlich 9,7 Prozent - Preise seit 23 Monaten stabil
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Erdgas wird jetzt deutlich teurer

Ab Dezember um durchschnittlich 9, 7 Prozent - Preise seit 23 Monaten stabil

Osnabrück Die Osnabrücker müssen künftig tiefer in die Tasche greifen, um eine warme Wohnung zu haben: Gestern haben die Stadtwerke angekündigt, zum 1. Dezember die Gaspreise um 0, 46 Cent pro Kilowattstunde zu erhöhen. Das ist je nach Tarif ein durchschnittlicher Anstieg um 9, 7 Prozent.

Nach Angaben der Stadtwerke muss ein Durchschnittshaushalt 5, 27 Euro mehr im Monat für Heizung und Warmwasser ausgeben. Zu Grunde gelegt wird eine 70 Quadratmeter große Wohnung mit einem jährlichen Erdgasverbrauch von 13.629 Kilowattstunden.

Die Verbrauchspreise steigen in allen Tarifklassen um 0, 46 Cent pro Kilowattstunde. Die Grundpreise bleiben aber unverändert. Im absatzstärksten Tarif " Easy 3" zum Beispiel steigt der Verbrauchspreis je Kilowattstunde von 3, 48 auf 3, 94 Cent. Die Stadtwerke empfehlen ihren Kunden, die monatlichen Abschlagsbeträge anzupassen, damit sich für die Jahresrechnung keine größeren Nachzahlungen ergeben (Telefon 344-836).

Seit 23 Monaten waren in Osnabrück die Preise stabil. Die Stadtwerke waren zuletzt der billigste Gasanbieter in Deutschland. Da andere Versorgungsunternehmen bereits zum 1. Oktober ihre Preise erhöht und einige von ihnen einen weiteren Anstieg für Anfang 2005 angekündigt haben, werden die Stadtwerke im bundesweiten Vergleich weiterhin günstig Erdgas liefern.

Die Stadtwerke seien gezwungen, den Gaseinkaufspreisen, die ans Heizöl gekoppelt sind, zu folgen, begründete Unternehmenssprecher Robert Woggon gestern die Erhöhung in Osnabrück (siehe auch " Zur Sache"). Mit einer Verzögerung von sechs Monaten werde Erdgas automatisch teurer oder billiger. Eine weitere Erhöhung der Gaspreise in dieser Heizperiode sei nicht geplant.

Zur Sache: Ölpreisbindung

In den vergangenen zwölf Monaten sind die Rohölpreise um knapp 80 Prozent gestiegen. Das hat auch den an den Preis für leichtes Heizöl gebundenen Gaspreis in die Höhe getrieben. Diese so genannte Ölpreisbindung findet sich in allen nationalen und internationalen Bezugsverträgen der Erdgaslieferanten. Der dort festgelegte Preismechanismus beinhaltet eine rund sechsmonatige Verzögerung, in der der Gaspreis den Preisen für leichtes Heizöl folgt. Hintergrund dieser Ölpreisbindung ist die hohe Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Erdgasimporten. 80 Prozent des deutschen Erdgases werden von Russland, Norwegen und den Niederlanden bezogen. Ohne eine Ölpreisbindung könnten diese Länder die Erdgaspreise durch Absprachen willkürlich festlegen. Die Bindung der Erdgaspreise dient also dem Schutz der Verbraucher vor der Marktmacht dieser Anbieter. Trotzdem kritisieren Verbraucherschützer und Politiker dieses System, da die realen Erdgaspreise derzeit deutlich niedriger sind.

SAFTIGER PREISANSTIEG: Ab dem kommenden Monat werden die Stadtwerke mehr für Erdgas kassieren. Erdgas wird in Kubikmetern abgelesen. Ein Kubikmeter entspricht 9, 5 Kilowattstunden Heizenergie. Fotomontage: Michael Hehmann
Autor:
jan


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