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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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CDU und FDP stoppen die große Tunnelsanierung
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Neumarkt: "Minimallösung" für eine Übergangszeit
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Originaltext:
CDU und FDP stoppen die große Tunnelsanierung

Neumarkt: " Minimallösung" für eine Übergangszeit

Osnabrück Die vier Millionen Euro teure Modernisierung des Neumarkt-Tunnels ist vom Tisch. CDU und FDP haben sich nach zähen internen Verhandlungen auf eine " Minimallösung" geeinigt. Damit ist auch der Koalitionsfrieden gerettet.

Die Verträge mit den Mietern im Tunnel laufen zum Jahresende aus. Dann wird die Passage geschlossen und umgebaut. In welcher Form sie im Herbst 2005 wieder eröffnet wird, ist ungewisser denn je. Denn inzwischen gibt es Pläne, die Parkstätten-Gesellschaft OPG zu verkaufen, die den Tunnel betreibt (siehe Bericht oben).

Wie sieht die " Minimallösung" von CDU und FDP aus? Darüber sollen sich die Masterplaner vom Berliner Architekturbüro Gewers, Kühn und Kühn Gedanken machen. " Nach meinen laienhaften Vorstellungen", sagte gestern CDU-Fraktionssprecherin Irene Thiel. solltrn die zwei großen Durchgänge von der Johannisstraße zur Großen Straße und vom Kollegienwall zur Sportarena erhalten bleiben. Wie und in welcher Form künftig dort unten Geschäfte eingerichtet werden könnten, sei von den Experten zu klären.

Klären soll das Georg Gewers, dessen Büro den Masterplan für den Neumarkt entwickelt. Er kann sich für eine Übergangszeit eine " kleine Lösung" vorstellen. Und die sähe so aus: Nur der Hauptdurchgang Große Straße/ Johannisstraße bleibt erhalten, Geschäfte werden beiderseits dieser Kurz-Passage " verdichtet" angesiedelt, alle übrigen Bereiche werden für Passanten gesperrt. Diese Klein-Passage solle bleiben, bis der Neumarkt oberirdisch neu gestaltet sei.

Kommt diese kleine Variante zum Zuge, ist das Ende des Tunnels als Geschäftspassage in Sicht. Das Gewers-Konzept sieht vor, Flächen am Neumarkt zu vermarkten und mit Geschäftshäusern zu bebauen. Dort könnten die Tunnelmieter einziehen.

CDU und FDP haben mit der " Minimallösung" eine Formel gefunden, die eine weitere Zusammenarbeit der Fraktionen im Rat ermöglicht. Beide Seiten hatten die Lage vor dem Gespräch am Dienstagabend als " ernst" bezeichnet. Die FDP will die Schließung der Passage, die CDU trat bislang für die große Modernisierung ein.

Das Kompromiss-Papier von CDU und FDP enthält fünf grundsätzliche Aussagen zum Neumarkt. Erstens: Am Masterplan als " mittel- und langfristige Perspektive" wird festgehalten. Zweitens: Die neue Gestalt des Platzes darf keine Verkehrsstaus bewirken. Drittens: Der Nahverkehr muss uneingeschränkt funktionieren. Viertens: Der neue Neumarkt " soll erlebbar sein und nicht zugebaut werden". Fünftens: Im Tunnel muss kurzfristig etwas geschehen unter Berücksichtigung des Masterplans und eines etwaigen Verkaufs der OPG.

Der Neumarkttunnel und die Minimallösung

So schnell wie möglich schließen

Von Holger Jansing

Der Eiertanz um den Neumarkttunnel ist unerträglich und wirft kein gutes Licht auf die Mehrheitsgruppe im Stadtrat. Um den Koalitionsfrieden zu wahren, flüchten sich CDU und FDP in einen Kompromiss, der eine Nullnummer ist und letztlich die Taktik des Abwartens fortsetzt. Selbstverständlich besteht " Handlungsbedarf", um eine Vokabel der Ratsmehrheit zu gebrauchen. Dringend ist ein eindeutiges politisches Signal erforderlich. Und das kann nur so lauten: Den Neumarkttunnel so schnell wie möglich schließen. Viel zu lange ist die Passage kaputtgeplant und totgeredet worden.

Beim Wort " Minimallösung" werden sich die Ratspolitiker der anderen Parteien ins Fäustchen lachen, die Tunnelmieter entsetzt die Haare raufen. CDU und FDP glauben doch wohl nicht im Ernst, dass mit einem Topf Farbe die Wirtschaftlichkeit der Passage wiederherzustellen ist. Fest steht: Sobald sich die Gelegenheit bietet, werden die Geschäftsleute aus dem Keller nach oben auf den Neumarkt ziehen.

Jede Investition, die über die dringend erforderliche Bauunterhaltung hinausgeht, ist verschwendetes Geld. Das sollte die Ratsmehrheit endlich einsehen und auch entsprechend entscheiden und handeln.
Autor:
hin


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