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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Da steckt Arbeit drin"
Zwischenüberschrift:
Angelaschüler erforschten den seltenen Mammutbaum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Haste

Zwar hat die Angelaschule ein eigenes Stück Wald direkt hinter dem Schulhof, und auch dort lässt sich viel über die Natur lernen. Trotzdem hat sich die Klasse 8a in diesem Schuljahr auf den Weg zum Piesberg gemacht, denn dort gibt es etwas, das einheimische Wälder nicht zu bieten haben: einen Mammutbaum.

" Das fanden wir interessant, weil der ja auch nicht häufig vorkommt", begründet Carsten diesen Schritt. Der Mammutbaum am Piesberg ist der einzige in Osnabrück, nachdem ein zweiter schon vor langer Zeit durch einen Blitzschlag gefällt wurde.

Zusammen mit ihrem Biologielehrer Patrick Hillebrandt begab sich die 8a auf eine Forschungsreise, die zunächst durch das Internet führte, wo die Schüler wichtige Grundinformationen über Mammutbäume zusammensuchten. " Manche hatten schon von dem Park in Kalifornien gehört", erzählt Julia, und Kirsten ergänzt: " Dort ist ja die Heimat der Mammutbäume." Und dort pflanzen sie sich auf natürliche Weise seit Millionen Jahren fort. " Wir haben erfahren, dass man sie hier erst in Gewächshäusern aufzieht und dann aussetzt", berichtet Benedikt.

" Der Weg ist bei diesem Projekt schon ein Stück weit das Ziel gewesen", sagt der begleitende Lehrer Patrick Hillebrandt, " da steckt richtig viel Arbeit drin, zuerst die richtigen Quellen zu finden."

Nachdem die Schüler sich am Computer vorbereitet haben, sind sie zum Piesberg gelaufen und haben sich direkt am Osnabrücker Mammutbaum mit dem Baum-Fachmann Prof. Johannes Kohstall getroffen. Von ihm hat die Klasse Genaueres über die Geschichte des Baumes in Deutschland erfahren. Dann wurde Feldforschung betrieben: Umfang, Zapfenform, Rinde und Nadeln wurden gemessen und untersucht - die Höhe des Baumriesen konnte hingegen nur geschätzt werden.

Ihre Erkenntnisse hat die 8a aufbereitet und auf einer Stellwand präsentiert, " damit auch die anderen was davon haben", wie Patrizia sagt. Die sorgfältig gestaltete Informationstafel mit handschriftlichen Erläuterungen, Mammutbaum-Nadeln, Fotos und aus farbigem Karton ausgeschnittenen Baum-Silhouetten steht vor dem Biologieraum zur Anschauung bereit.

Die Baumforschung ist bei den Schülern gut angekommen: " Das war das erste Mal, dass wir so was gemacht haben, und es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht", fasst Kira zusammen.

Der kalifornische Mammutbaum

Manche Exemplare werden 2000 Jahre alt

Der kalifornische Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) gilt als das größte Lebewesen der Erde - im kalifornischen Sequoia-Nationalpark steht ein Exemplar von 84 Meter Höhe. Die Bäume können etwa 2000 Jahre alt werden. Mit ihrer bis zu 30 Zentimeter dicken Rinde schützen sie sich gegen die Waldbrände in ihrer Heimat. In Deutschland gibt es rund 600 bekannte Mammutbaum-Standorte. Der Osnabrücker Baum wurde vor ungefähr 140 Jahren vom damaligen Besitzer der Kohlenzeche am Piesberg, Johann Rudolf Pagenstecher, als exotische Attraktion in seinem neuen Park gepflanzt. Der Baum hat heute einen Umfang von 5, 95 Meter, seine Höhe wird auf mindestens 35 Meter geschätzt.

IST DER DICK: Gleich mehrere Schüler mussten sich zusammentun, um den fast sechs Meter dicken Baumstamm umfassen zu können.Foto: Gert Westdörp
Autor:
andi


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