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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Tödliche Ampelfallen gibt es auch in Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Die Lehren aus dem schweren Unglück in Bielefeld
Artikel:
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Originaltext:
Tödliche Ampelfallen gibt es auch in Osnabrück

Die Lehren aus dem schweren Unglück in Bielefeld

Osnabruck/ Bielefeld Zwei Schulkinder sind am Dienstag in Bielefeld an einer Ampel von einem Lastwagen überrollt und getötet worden. Eine mögliche Ursache: Die zeitversetzte Schaltung der Fußgängerampel. Solche Ampeln gibt es auch in Osnabrück.

Sie kommen fast überall dort vor, wo je zwei Fahrstreifen von einem Grünstreifen getrennt werden. Am Heger Tor und an der Einmündung der Dielingerstraße zum Beispiel. Fußgänger, die am Heger Tor den Wall Richtung Lotter Straße überqueren wollen, sehen noch Rot für die erste Hälfte des Überweges bis zum grünen Mittelstreifen, während für die zweite Hälfte bereits das Grünlicht leuchtet. Nur wenige Sekunden liegen zwischen diesen Schaltungen - Sekunden, in denen vielleicht Schlimmes passieren könnte wie vorgestern in Bielefeld.

Nach Presseberichten hat die Gruppe von Sechstklässlern den vierspurigen Südring möglicherweise einige Augenblicke zu früh überquert, nämlich genau in dieser Zwischenphase: Die Ampel für die Gegenfahrbahn zeigte schon Grün, die Ampel für die vorderen beiden Fahrstreifen noch Rot. Die Schüler ließen sich möglicherweise von dem fernen Grün verleiten, über die Straße zu gehen. Ein Elfjähriger und ein 13-Jähriger wurden auf dem Überweg von einem Lastwagen überrollt und auf der Stelle getötet. Der Bielefelder Polizeisprecher wird mit den Worten zitiert: " Es gibt eine problematische Ampelschaltung an dieser Stelle." Bislang seien aber keine Zwischenfälle bekannt geworden.

Auch den Osnabrücker Verkehrsexperten sind bislang keine Unfallmeldungen bekannt, die einen Zusammenhang mit dieser besonderen Ampelschaltung herstellen. " Dennoch ein wichtiger Aspekt", sagt Burkhard Albers, Leiter der Lichtsignalsteuerung in der Stadtverwaltung.

Wenn sich alle an das Rotlicht hielten...

Die zeitversetzte Grünphase hat einen guten Grund, wie der Experte erklärt. Es geht um die Räumzeiten an der Ampel, also im Prinzip um die Zeit, die Verkehrsteilnehmer zum Überqueren einer Kreuzung oder Straße benötigen. Das dauert bei einer vierspurigen Fahrbahn wie am Heger Tor natürlich länger als bei einer zweispurigen. Je unterschledlicher die Spurbreiten, umso größer der Zeitsprung an den Ampeln. Die Anlagen seien in Osnabrück im Moment so geschaltet, dass Fußgänger " in einem Zug durchmarschieren können", sagt Burkhard Albers. Wenn sich jeder an das Rotlicht hielte, dürfte es das Problem eigentlich nicht geben.

Das tun eben nicht alle, wie ein Osnabrücker gestern berichtete: " Wenn ich die Schüler nicht zurückgehalten hätte, wäre dasselbe wie in Bielefeld passiert", schilderte er einen Fall, den er kürzlich am Heger-Tor erlebt hatte.

VORNE ROT, HINTEN GRÜN: Eine zeitversetze Ampelschaltung soll eine Ursache für das schwere Unglück in Bielefeld gewesen sein, bei dem zwei Schüler getötet wurden. Solche Schaltungen gibt es auch in Osnabrück wie hier am Heger-Tor-Wall/ Ecke Dielingerstralie. Foto: Michael Hehmann
Autor:
hin


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