User Online: 1 | Timeout: 20:12Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lärmschutz an der Bahn: Baubeginn soll 2005 sein
Zwischenüberschrift:
Die meisten Anwohner reagieren positiv auf DB-Pläne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Lärmschutz an der Bahn: Baubeginn soll 2005 sein

Die meisten Anwohner reagieren positiv auf DB-Pläne

Osnabrück Überwiegend positiv reagieren die Anwohner aus den Stadttellen Widukindland, Klalkhügel und Wüste auf die Pläne der Deutschen Bahn AG, Schallschutzwände entlang der Nord-Süd-Strecke durch Osnabrück zu errichten. Die Baupläne konnten sie sich jetzt in der Grundschule Widukindland und in der Rosenplatzschule ansehen.

Es handele sich um eine " hoch belastete Strecke", sagt Sylvia Krause vom Ingenieurbüro Bonk-Maire-Hoppmann aus Hannover, das das Lärmgutachten für die Bahnstrecke erstellt hat. 1760 Meter Lärmschutzwand sollen demnächst entlang der Nordseite der Gleise durch den Kalkhügel und Wüste verlaufen, 1400 Meter sind es auf der Südseite. Im Widukindland sind die zwei Südwände 1145 Meter und 920 Meter lang, die Nordwand wird nach den Plänen 530 Meter lang sein.

" Unter günstigen Umständen" werde der Bau im Herbst 2005 beginnen , sagt Gerhard Warnke, Projektleiter für das Lärmschutzsanierungsprogramm in Niedersachsen, allerdings unter Vorbehalt. 5, 5 Millionen Euro investiert die Bahn AG in die Lärmsanierung. Anwohner, die nah an den Gleisen wohnen, haben ein Recht auf passiven Lärmschutz. 25 Prozent der Kosten davon müssen sie selbst übernehmen.

Am Kalkhügel und in der Wüste begrüßen die Anwohner die Schallschutzwand. Hubert Feldkamp zum Beispiel begrüßt die Ankündigung. Dirk Möller findet es " positiv, dass überhaupt etwas passiert". Er hat einen Anspruch auf passiven Lärmschutz an seinem Haus.

Pech haben Paul Rother und Heinrich Grothaus. Sie wohnen auf dem Abschnitt der Feldstraße, für den keine Lärmschutzwand geplant ist. Der Grund: Dort stehen so wenig Häuser, dass die Bahn nicht weitere 400.000 Euro dafür ausgeben wollte. Dabei wäre Paul Rother bereit gewesen, einen Teil der Wand selbst zu finanzieren. Sein Haus ist nur 15 Meter von den Gleisen entfernt. " Bei ihm im Haus denkt man, dass der Zug einem hinten die Hacken abfährt", berichtet sein Nachbar Heinrich Grothaus. Die beiden befürchten, dass es durch die nördliche Wand lauter wird, weil der Schall zurückgeworfen wird.

Im Widukindland lösen die Pläne der Bahn ein unterschiedliches Echo aus. Werner Fittkau etwa fühlt sich durch den Lärm der Züge schon länger gestört. In seinem Schlafzimmer hat er bei offenem Fenster schon einen Lärmpegel von 85 Dezibel gemessen. Andererseits sorgt er sich, die Schallschutzwand werde bald von Graffitibildern überzogen sein. Seine Frau Monika Fittkau findet es jedoch gut, dass die Bahn eine SchalIschutzwand errichten will.

Zwei weitere Anwohnerinnen, die seit 50 und 77 Jahren direkt an den Gleisen leben, haben sich dagegen an die regelmäßig vorbeifahrenden Züge gewöhnt. " Die Kohlezüge früher waren schlimmer", bemerkt eine von ihnen. Sinnvoll sei die Wand aber schon, ergänzt ihre Nachbarin, die im Fernsehen " kein Wort verstehen" kann, wenn die Züge an ihrem Haus vorbeirattern.

NICHT NUR SCHNELL, auch laut sind die Züge auf der IC-Strecke durch Osnabrück. Foto: AP
Autor:
rei


Anfang der Liste Ende der Liste