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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Ganz Osnabrück, über und unter der Erde
Zwischenüberschrift:
Der Fachbereich Städtebau plant mit einem digitalen Bilder- und Vermessungsarchiv
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ganz Osnabrück, über und unter der Erde

Der Fachbereich Städtebau plant mit einem digitalen Bilder- und Vermessungsarchiv

Osnabrück Häuser, Ampeln, Bäume: Auf dem Monitor ist ein Straßenzug zu sehen. Auf Wunsch auch dreidimensional. Mit einem Mausklick verschwinden die Bäume, nach einem weiteren ist die Kanalisation sichtbar. Möglich machen das die " Geografischen Informationssysteme (GIS)". Dirk Ohde und Sven Düyffke, Mitarbeiter bei der Stadt, haben die Standardsoftware auf die Bedürfnisse der Osnabrücker Stadtplanung zugeschnitten.

Einsetzbar ist die Software bei vielen Gelegenheiten: zum Beispiel bei der Planung von Gebäuden, Straßen oder Grünflächen oder jetzt, ganz aktuell, bei der Planung von Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Entschärfung von Bomben. Mithilfe von GIS wird ermittelt, welche Straßenzüge zur Sicherheit geräumt werden müssen und wie viele Anwohner davon betroffen sind. So kann der Umfang der Maßnahmen in kurzer Zeit berechnet werden.

" Früher dauerte das fünf bis sechs Wochen. Heute brauchen wir dafür zehn Minuten", erläutert Dirk Ohde vom Fachbereich Städtebau. Der Diplom-Geograf hat die GIS zusammen mit seinem Kollegen Sven Düyffke vom Fachbereich Grün und Umwelt speziell für die Bedürfnisse der Osnabrücker Stadtplanung weiterentwickelt. " Das Gute daran ist, dass wir die Daten nicht extra erheben müssen, sondern die vorhandenen Informationen der Fachbereiche zusammenführen können", erklärt Sven Düyffke.

Grundlage sind digitale Luftbilder

Ob Vermessungs-, Grünflächen- oder Straßenbauamt: Alle Fachbereiche pflegen ihre Daten in die Software ein. Mit einem Mausklick erscheinen die bei Bedarf auf den Monitoren der Mitarbeiter. So sind stets alle auf dem aktuellen Stand und können erkennen, wie eine Planung in realer Situation aussieht. Das alles natürlich streng nach den Regeln des Datenschutzes, betont Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau.

Basis für die dreidimensionalen Bilder sind digitale Luftaufnahmen. Diese werden mit echten Höhenmessungen ergänzt, die nicht nur die Höhe des Geländes berücksichtigen, sondern beispielsweise auch Häuser und Bäume.

Ab nächstem Jahr soll ein Teil der Daten auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Zum Beispiel über interaktive Stadtpläne im Internet, in denen die Öffnungszeiten von Museen mit einem Mausklick auf das Gebäude angezeigt werden. " Mit dieser Entwicklung sind wir zumindest in Norddeutschland führend", lobt Franz Schürings seine beiden Mitarbeiter.

EIN FLUG ÜBER OSNABRÜCK vom Iduna-Hochhaus im Vordergrund bis zum Westerberg. Moderne Computertechnik macht die dreidimensionale Darstellung möglich.

DIE GANZE STADT IM RECHNER: Sven Düyffke und Dirk Ohde (rechts) sind die Spezialisten für das GIS-System. Foto: Westdörp
Autor:
mlb


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