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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Für Hundetüten zahlt die Stadt 6000 Euro pro Jahr
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Rat lässt weitere Standorte für Kotbeutelspender prüfen
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Originaltext:
Für Hundetüten zahlt die Stadt 6000 Euro pro Jahr

Rat lässt weitere Standorte für Kotbeutelspender prüfen

Schinkel

Im Stadtgebiet sind derzeit 27 so genannte Hunde-Kotbeutel-Spender aufgestellt. Weitere sollen folgen. Mit dem Arbeitsauftrag an die Verwaltung, eine " bedarfsgerechte und über mehrere Jahre verteilte Anschaffung und Aufstellung" vorzuschlagen, griff die Politik jetzt Bürgeranregungen auf.

Birgit Bleil aus Schinkel hatte zum Beispiel bei der Neue-ON-Aktion " Wo drückt der Schuh?" auf dem Wochenmarkt in Schinkel bei der Dichte der Geräte ein klares West-Ost-Gefälle innerhalb des Stadtgebietes bemängelt. Am Westerberg gebe es die Beutelspender, in Schinkel nicht. Auch der Runde Tisch Schinkel/ Widukindland hatte einen ähnlichen Vorstoß unternommen. Die SPD-Ratsfraktion machte sich diese Forderungen zu Eigen. Ihr Antrag wurde vom Rat in wesentlichen Teilen angenommen. Allerdings: Der Vorschlag, Schinkel vorrangig mit den Beutelspendern zu versorgen, fand keine Mehrheit.

Jürgen Wiethäuper vom städtischen Fachbereich Bürger und Ordnung bestätigte auf Anfrage die hohe Akzeptanz der Geräte. Der Tütenverbrauch deute darauf hin. Viele Hundehalter deckten sich an den Geräten mit den Beuteln ein, ohne sie gleich an Ort und Stelle zu verwenden. Allerdings zeige der Inhalt der Papierkörbe im Umfeld, dass die Tüten überwiegend im Sinne des Erfinders verwendet würden. Es würden auch keine unbenutzten Tüten von Unbefugten in die Landschaft geworfen. Lediglich ein Apparat an der Saßnitzer Straße wurde immer wieder beschädigt und deshalb schließlich demontiert.

Neben den Anschaffungskosten von 1200 Euro pro Beutelspender, so Wiethäuper, werde die Stadt jährlich mit etwa 6000 Euro Unterhaltungskosten belastet. Im Wesentlichen entstehen diese Kosten durch das Auffüllen der Beutelspender mit neuen Tüten.

Die Verwaltung wird dem Rat nun ein Konzept vorlegen. Wiethäuper liegt schon eine Wunschliste aus der Bürgerschaft mit Standorten für Beutelspender vor. Diese Liste will er mit seinen Kollegen vom Grünflächenamt prüfen.

Wiethäuper weist allerdings auch darauf hin, dass die Hundehalter verpflichtet sind, den Dreck ihrer tierischen Freunde aufzusammeln, und die städtischen Beutelspender nur eine zusätzliche Serviceleistung darstellen. Jeder kann seine eigene Tüte von zu Hause mitnehmen." Den Hundehaufen einfach liegen zu lassen ist eine Ordnungswidrigkeit, die in Osnabrück 30 Euro kostet, wenn man dabei vom OS-Team erwischt wird.

Hundekot

Beutel selbst mitnehmen

Von Michael Schwager

Man könnte ja sagen: Was sind 6000 Euro Betriebskosten jährlich für 27 Hundekot-Stationen, wenn' s doch hilft? Aber jeder gesparte Cent, der nicht für überflüssige Dinge ausgegeben wird, zählt in einer so dramatischen Finanzlage, wie sie die Stadt derzeit erlebt. Und " Hunde-Kot-Beutel-Spender" sind überflüssig.

Denn eines steht fest: Der Halter allein ist für die Hinterlassenschaften seines Hundes verantwortlich. Die Hundesteuer ist keine Gebühr, die einen von dieser Verantwortung befreit. Ebenso wenig wie das Entrichten der Kfz-Steuer zum Freiparken berechtigt oder die Zahlung der Tabaksteuer zum Wegschnipsen der Kippen.

Es ist doch keine Zumutung, sich eine alte Plastiktüte einzustecken, wenn man mit Bello auf die Straße geht. Dass man beim Gassigehen den Beutel danach braucht, ist ja jedem Hundefreund bekannt. Es wäre ganz bestimmt keine Beutelschneiderei, wenn das OS-Team ignoranten Hundehaltern, falls es denn gar nicht anders geht, hier mithilfe des Bußgeldkataloges zu besserer Einsicht verhilft.

STAMMKUNDEN am Hunde-Kot-Beutel-Spender auf dem Westerberg sind auch Dackel Poldi, Christina Kiesel und Carsten Bartneck. Foto: Michael Hehmann
Autor:
swa


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