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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Im Sommer die seltensten Schmetterlinge
Zwischenüberschrift:
Bei der Pflege seiner Rosen schwört Wilhelm Schnieder auf das Rezept eines japanischen Professors
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Im Sommer die seltensten Schmetterlinge

Bei der Pflege seiner Rosen schwört Wilhelm Schnieder auf das Rezept eines japanischen Professors

Westerberg (andi) Die Fuchsien weisen den Weg. Zwar tun sie im ersten Moment so, als wollten sie mit ihrer Farbenpracht nur die Vorderseite des Mehrfamilienhauses an der Heinrich-Pohlmann-Straße verschönern, aber wer die Zeichen zu lesen weiß, erkennt: Wo Fuchsien so liebevoll gepflegt werden, muss irgendwo noch mehr blühen.

Und wer dann Wilhelm Schnieder trifft, ist am Ziel. In seinem kleinen Garten auf der Rückseite der Wohnanlage blüht es auch Ende September noch in allen Farben.

Der Blick aus dem Wohnzimmerfenster wird vom Schmetterlingsflieder dominiert, dessen Dolden zwar schon kleiner sind als zu Beginn der Blüte im Juni, aber immer noch unübersehbare lila Farbtupfer geben. " Da haben wir im Sommer die seltensten Schmetterlingsarten", erzählt Wilhelm Schnieder. Dass er bei seiner Gartengestaltung auch auf andere Kleinsttiere achtet, zeigt sich beim Gang auf die Terrasse: " Da sind zum Beispiel Herbstastern und Fette Henne", sagt Schnieder, " so haben wir auch etwas für die Biene, Schwebfliege und die Hummel, die weiden die Blüten richtig ab." Dahinter steckt System: Astern als Ausgleich für geschlossene Rosen- und gefüllte Dahlienblüten, die für Insekten nutzlos sind - aber hübsch anzusehen für den Gärtner.

Hübsch anzusehen ist auch das Beet, in dem Rosen und Stauden wie Rittersporn, der gerade zum zweiten Mal dieses Jahr blüht, gemeinsam wachsen. " Die Rosen sind durch Stauden voneinander getrennt, das ist gut gegen Krankheiten, fürs bunte Aussehen und für die Insekten", erklärt Wilhelm Schnieder.

Von Krankheiten sind seine Rosen aber sowieso schon länger nicht mehr betroffen: Wilhelm Schnieder schwört auf eine Behandlung mit so genannten " effektiven Mikroorganismen", deren Mischung ein japanischer Gartenbauprofessor entwickelt hat. Inzwischen ist Wilhelm Schnieder Rentner, aber schon zu seiner Berufszeit stand er in Gartenfragen seinen Arbeitskollegen zur Seite. Sein Wissen über Gartengestaltung und Pflanzenpflege hat er sich nach und nach angelesen und mit eigenen Erfahrungen so weit vertieft, dass er mittlerweile schon für mehrere Verwandte Gärten gestalten konnte. " Die bekommen sonst vom Gärtner einen teuren Garten angelegt, oft mit viel zu vielen Pflanzen, und können dann damit nicht umgehen", begründet er dieses Engagement, " so etwas muss man doch begleiten." Und so fährt er alle sechs Wochen zu seiner Nichte und begleitet ihr Dasein als Nachwuchs-Gartenbesitzerin.

Nicht mehr lange, und es wird wieder einmal Zeit, die Fuchsien hereinzuholen. Sie überwintern bei Verwandten im Keller, manche von ihnen schon seit 25 Jahren. Im nächsten Jahr werden sie dann wieder das Haus verschönern - und den Weg zu einem echten Pflanzenliebhaber weisen. Wer sich Wilhelm Schnieders Garten ansehen und mit ihm über Gartenpflege sprechen möchte, kann unter der Telefonnummer 68 1229 einen Termin ausmachen.

IN VOLLER PRACHT: Wilhelm Schnieder und seine Fuchsien. Foto: Elvira Parton
Autor:
andi


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