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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Die Natur als Lehrmeister
Zwischenüberschrift:
Schüler beschäftigten sich in der Umweltstiftung mit Bionik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Natur als Lehrmeister

Schüler beschäftigten sich in der Umweltstiftung mit Bionik

Osnabrück Miriam Scheklinski greift zum Löffel, tunkt ihn in Honig und träufelt den süßen Bienennektar auf das Blatt. Anstatt dass der gelbe Frühstücksbrötchenbelag sich aber daran festklebt, läuft er langsam herunter.

" Das ist Bionik", klärt Anna Julia Schulte von der Uni Bonn auf. Bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) lernten nun rund 100 Osnabrücker Gymnasiasten alles rund um diese Naturwissenschaft, eine Mischung aus Biologie und Technik. " Bionik ist höchst interessant und außerordentlich wichtig", so Prof. Thomas Speck von der Freiburger Universität.

Natürliche Phänomene sollen Vorbild für technische Entwicklungen sein. " Es darf aber nie eins zu eins kopiert werden", weiß Thomas Speck. Beispiele für erfolgreiche Produkte sind etwa der Klettverschluss oder das Gleitflugzeug.

Nach dem Regen frei von Schmutz

Und auch der Test mit dem Honig hat seinen Sinn: Die Fähigkeit zur Selbstreinigung der Lotusblüte (" Lotusblüten-Effekt") wurde bereits auf eine Farbe für Hausfassaden übertragen, die " Lotosan"- Farbe. " Die kommt auf dem Markt sehr gut an", berichtet Anna Julia Schulte. Denn das Haus sei nach dem Regen völlig frei von Schmutz. Bei Autos sei die Umsetzung derzeit noch schwierig, aber bei Textilien und Architekturglas stehe die Entwicklung kurz vor dem Durchbruch, glaubt die Wissenschaftlerin.

" Die Bionik ist ein sehr spannendes Feld", sagte Jürgen Gräff, der Lehrer von Ursulaschülerin Miriam Scheklinski. Doch der Pädagoge hat Zweifel, dass sich das praxisnahe Fach auch stärker in den Lehrplan einbinden lasse. Zu groß sei derzeit schon die Belastung.

Aber eigentlich hofft die DBU sehr wohl, dass das Fach mehr Platz im Unterricht findet. " Wir setzen auf Interdisziplinarität", so DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde, der sich von der Bionik erhofft, dass sie das " Ingenieurbüro Natur" effektiv nutzen kann - " und zwar ganz im Sinne des Umweltschutzes."

SPANNENDE EXPERIMENTE in der Umweltstiftung: 100 Schüler erfuhren, wie natürliche Phänomene für technische Innovationen genutzt werden. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
cwi


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