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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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In Osnabrück fing alles mit der Straßenbahn an
Zwischenüberschrift:
100 Jahre Siemens-Niederlassung
Artikel:
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Originaltext:
In Osnabrück fing alles mit der Straßenbahn an

100 Jahre Siemens-Niederlassung

Osnabrück Von einer Straßenbahn ist in Osnabrück heute nichts mehr zu sehen. Ihr Bau war aber der Grund für die Eröffnung der Siemens-Niederlassung, die dieses Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum hat.

" Über 400 Gäste haben mit uns gefeiert", schwärmt Stefan Engelshove vom Jubiläumsfest am vergangenen Samstag. Eingeladen waren nicht nur die 175 Mitarbeiter mit ihren Familien, sondern auch ehemalige Kollegen und Rentner. Gekommen seien sie aus dem gesamten Zuständigkeitsbereich der Niederlassung. " Neben der Stadt und dem Landkreis Osnabrück sind das Lingen und die Grafschaft Bentheim", erklärt der Sprecher der Niederlassung.

Eröffnet wurde sie 1904 als Baubüro für die elektrische Straßenbahn am Vitihof 16. Gerade einmal sechs Mitarbeiter hatte sie damals. Die sorgten für die elektrische Ausrüstung und die Beleuchtung der Straßenbahn, die im Januar 1906 in Betrieb genommen wurde. Stillgelegt wurde sie am 29. Mai 1960.

Die Siemens-Niederlassung hingegen entwickelte sich weiter. 1911 ist sie als Installationsbüro für " Projektierung und Ausführung von elektrischen Licht- und Kraftanlagen" im Adressbuch zu finden. Das Büro zog mehrfach um, wurde im Zweiten Weltkrieg ausgebombt und wieder aufgebaut. 1952 ergänzte eine kleine Montage-Ecke das Büro. Die Aufträge für elektrische Werkbahnen waren 1961 so umfangreich, dass eine eigene Werkstatt mit Lager an der Hansastraße eröffnet wurde.

Seit den 70er Jahren sind Büro, Werkstätten und Lager an der Eversburger Straße zu finden. Produziert wird hier heute kaum noch. " Unsere Hauptaufgaben sind der Vertrieb von Produkten, Service sowie das Engineering", erläutert Stefan Engelshove und fügt an: " Das bedeutet die Planung, Programmierung und Inbetriebsetzung von technischen Anlagen." Damit habe die Niederlassung im Geschäftsjahr 2002/ 2003 ein Geschäftsvolumen von 117 Millionen Euro erzielt.

Zu den Kunden zählen nicht nur Maschinenbaufirmen aus der Region, sondern auch aus Afrika und Russland, sagt Engelshove. Internationalität erziele die Firma auch durch ihre Kontakte zur Fachhochschule Osnabrück: Die Chinesin Liang Zhang ergänzt an der Eversburger Straße derzeit ihr Studium der Technischen Informatik durch ein Praktikum. Von den Kontakten zwischen der Hochschule und dem Unternehmen hat auch Josef Teepe profitiert. Nach seinem Praxissemester in der Niederlassung wurde der ehemalige Student der Allgemeinen Elektrotechnik im Jahr 2000 Mitarbeiter der Firma.

Mit der Vergabe von Praktikumsplätzen sei die Förderung der jungen Generation aber noch nicht abgeschlossen, meint Stefan Engelshove. Sie setze sich fort in der Vergabe von Diplomarbeiten und der Unterstützung der Hochschule mit technischen Geräten. Außerdem finden in der Niederlassung derzeit acht zukünftige Energieanlagen-Elektroniker einen Ausbildungsplatz.

EINEN JAHRESUMSATZ in Höhe von 117 Millionen Euro erwirtschaften die Mitarbeiter in Osnabrück. Foto: Gert Westdörp

AM NIKOLAIORT entstand 1906 dieses Foto einer von Siemens ausgerüsteten Straßenbahn.
Autor:
mlb


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