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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Aus Badewasser wird kein Trinkwasser
Zwischenüberschrift:
Eversburger Bürgerverein im Klärwerk
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Das Umweltbewußtsein hat allgemein zugenommen", betont Heinrich Schnier. Als Betriebsleiter des städtischen Klärwerkes Osnabrück-Eversburg hat der Bauingenieur mit einem wesentlichen Bereich des Umweltschutzes zu tun, der Abwasserreinigung. Was in der Hasestadt mit Badewasser, Toilettenspülungen und Industrieeinleitungen geschieht, erfuhren zahlreiche Eversburger Bürger, die beim traditionellen Neujahrsgang des Bürgervereines die Anlage an der Klöcknerstraße besichtigt. Dazu konnte Vorsitzender Dr. Peter Koch auch die Ratsfrauen Alice Graschtat und Wilhelmine Hunicke begrüßen.

Seit 1912 gibt es in Osnabrück Maßnahmen zur Abwasserreinigung. Anfangs jedoch erst in Form einer Siebanlage an der Hase. Heute sorgen Rechen, Sand- und Fettfang, Vorklärbecken, eine zweistufige Belebungsanlage und Nachklärteiche für mechanisch und vollbiologisch gereinigtes Wasser, das jedoch, wenn es in die Hase abgeleitet wird, keine Trinkwasserqualität hat. Geplant ist zudem eine dritte Reinigungsstufe, die Phosphat- und Stickstoffverbindungen abbauen soll.

Nicht ausgefiltert werden allerdings Stoffe wie Salze und Kohlenwasserstoffverbindungen. Doch werde, so Schnier, beispielsweise der Anteil von Metallen durch das Absetzen von Klärschlamm reduziert, wenn auch nicht gezielt. Durch Kontrollen bei den Industrieeinleitungen sei man aber inzwischen soweit, daß der Schlamm von seinem Schwermetallgehalt her auch wieder landwirtschaftlich genutzt werden könne. Derzeit landen pro Tag rund 60 bis 70 Tonnen des entwässerte " ausgefaulten" Schlammes wie alle Rückstände des Klärwerkes auf der Mülldeponie Piesberg.

Etwa 60000 Kubikmeter Wasser werden täglich in der Eversburger Anlage gereinigt, doch nicht nur aus der Hasestadt. Auch Fette und Fäkalien, sowie Sonderabwässer, beispielsweise aus Braunschweig, bereite das Klärwerk auf. Aus schaftlichen Gründen, um die Kapazität voll auszunutzen erläuterte Schnier. Das organisch stark verschmutzte Wasser sei jedoch laufend unter Kontrolle. Der Betriebsleiter verwies zudem daruf, daß auch die Reinigungsprozesse und Industrieeinleitungen in Osnabrück ständig kontrolliert würden.
Der Bürgervereinsvorsitzende Dr. Koch regte in diesem Zusammenhang an, nicht nur auf Schwermetallanteil, sondern das Wasser auch auf Dioxinanteil hin zu prüfen.
Autor:
umd


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