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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Nicht erwischen lassen"
Zwischenüberschrift:
BUND-Fahrradgruppe kritisiert neue Aktion der Polizei
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Nicht erwischen lassen"

BUND-Fahrradgruppe kritisiert neue Aktion der Polizei

Die Ankündigung der Polizei, in Zukunft verstärkt die Radfahrer zu kontrollieren, stößt bei der Fahrradgruppe im BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) auf herbe Kritik. Statt die Radfahrer zu disziplinieren, heißt es in einer Stellungnahme, solle die Polizei lieber die widerrechtlich auf Geh- und Radwegen parkenden Autofahrer zur Kasse bitten. Radlern gibt Jürgen Nonhoff von der Initiative den Tip, bei Bedarf gegen die Regeln zu verstoßen und sich " nicht erwischen zu lassen": Die Straßenverkehrsordnung schütze in erster Linie den reibungslosen Ablauf des Autoverkehrs und nicht die Sicherheit der Fahrradfahrer.

Als " klassisches Beispiel, wie zugunsten des stinkenden, lärmenden und Platz fressenden Autos die Bewegungsfreiheit der Radler eingeschränkt wird", bezeichnet die BUND-Arbeitsgruppe die Einbahnstraßen. Sie empfiehlt Radfahrern, Einbahnstraßen (wie es in Holland erlaubt ist) auch in Gegenrichtung zu benutzen: Je mehr Radfahrer davon Gebrauch machen würden, desto mehr rechneten die Autofahrer mit ihnen.

Schlechte, schmale und zugeparkte Radwege sollten die Radler nach Ansicht der Initiative besser meiden und statt dessen die Fahrbahn benutzen: " Radwege mögen ein Sicherheitsgefühl vermitteln; in erster Linie dienen sie aber in der heutigen Form dazu, den Autoverkehr noch flüssiger zu machen", heißt es in der Stellungnahme. Und wenn Radler sich auf der Fahrbahn bewegen, sollten sie nach Ansicht der Fahrradgruppe gleich die ganze Spur beanspruchen und den reibungslosen Verkehrsfluß stören. Sicherheit habe Vorrang vor der Geschwindigkeit des nachfolgenden Verkehrs.

Ganz im Sinne der Polizei gibt die Fahrradgruppe den Radlern mit auf den Weg, daß sie mit Reflektoren und funktionierendem Licht von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden.


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