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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kanalbau mit Verdruss
Zwischenüberschrift:
Nach zwei Jahren: Iburger Straße bald fertig
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Anlieger und Verkehrsteilnehmer werden hörbar aufatmen. Nach nunmehr zweijähriger Bauzeit gehen die Kanal- und Straßenarbeiten in der Iburger Straße endlich dem Ende zu. Diese Baustelle brachte allen Beteiligten so reichlichen Ärger ein, daß das städtische Tiefbauamt von ,, über das normale Maß hinausgehenden Verdruß" spricht. Unliebsame Überraschungen gab es auch für die Stadtwerke, die nach dem Einbau neuer Wasseranschlüsse feststellen mußten, daß sogenannte Anschlußstellen schadhaft waren und teilweise brachen. In nächtlichen Arbeitseinsätzen wurden zwischenzeitlich die neuen Schellen sämtlich gegen einwandfreie ausgewechselt. Das aber führte dazu, daß die frisch gezogene Fahrbahndecke an vielen Stellen aufgerissen werden mußte. Mit Gußasphalt versucht man nun, die kantigen Vertiefungen in der Fahrbahn auszugleichen.

Die Großbaustelle Iburger Straße war notwendig geworden durch den Neubau des Kreiszentrums am Schölerberg. Beim Einsetzen der größeren Kanalrohre wurde gleichzeitig eine Umstellung auf das sogenannte Trennsystem vorgenommen. Abwasser und Regenwasser fließen jetzt in getrennten Leitungen.

Da aber die Iburger Straße als Ausfallstraße und Autobahnzufahrt kaum total gesperrt werden konnte, verlegte man sich bei der Erstellung der Hausanschlüsse auf das unterirdische Vorpressen der Leitungen. Den Mitarbeitern des Tiefbauamtes gelang es dabei einige Male, ältere Schmutzwasser-Hausableitungen anzubohren. Allerdings mußten sie sich bei ihrer unterirdischen Arbeit auch wie blinde Maulwürfe vortasten, so daß ihnen sicherlich kein Vorwurf angelastet werden kann. Dennoch brachten diese ,, unvorhersehbaren Ereignisse" zeitliche Verzögerungen mit sich.

Die Stadtwerke hingegen hatten sich mit ihren neuen Wasseranschlüssen auf gleiche Weise unter den Fahrbahnteilen, über die ja der Verkehr ständig zweispurig rollte, vorgearbeitet. Das ging weitestgehend problemlos ab. Nachdem allerdings die meisten Baugruben wieder dicht waren, brachen eben jene Anschlußschellen, als der normale Wasserdruck kam. Nachdem die zweiten Schellen undichte Stellen (das Wasser sprudelte nur so) aufwiesen, entschieden sich die Wasserversorger für das komplette Auswechseln.

Gegen die Lieferfirma (.. ein renomlertes Unternehmen") wird ein Ersatz der entstandenen Einbau- und Wiederherstellungskosten geltend gemacht. Direktor Wieligmann, bei den Stadtwerken für die Wasserversorgung zuständig, erwartet juristische Auseinandersetzung mit dem Lieferanten, so daß das Kapitel Iburger Straße für ihn noch lange nicht zu Ende sein dürfte.

Sowohl Tiefbauamt als auch Stadtwerke nehmen nun den bevorstehenden Abschluß der Bauarbeiten zum Anlaß, sich bei Anliegern und Verkehrsteilnehmern für die Geduld und das Verständnis zu bedanken.

Für Zweiradfahrer wird es in der vielbefahrenen Straße nun auch besser. Von der Miquelstraße an wird die Iburger Straße stadtauswärts beidseitig Radwege bekommen. Sie sollen sich nach Abschluß der Arbeiten an den Versorgungsleitungen durch eine dunkelrote Fahrbahndecke von der grauen Asphalttrasse optisch abheben. Mit dieser Farbgebung geht die Stadt einen neuen Weg. Sollte sich dieser Versuch bewähren, kann das Farbmuster auch auf anderen Straßen und Wegen angewandt werden.
Autor:
pr-


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