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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Smog: Keine Messung, kein Alarmzustand
Zwischenüberschrift:
In Osnabrück sind keine Werte zu bekommen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Smog-Alarm auch in Osnabrück? Zahlreiche beunruhigte Anrufer wendeten sich gestern an die Behörden und an die Neue OZ, um Genaueres über die Situation in Osnabrück zu erfahren. Aber wo nicht gemessen wird, kann auch kein Alarm ausgegeben werden. Ein Sprecher des niedersächsischen Umweltministeriums bestätigte gegenüber unserer Zeitung lediglich, daß die Smog-Verordnung für Osnabrück nicht gilt. Und die Stadt wies erneut auf das Fehlen von Meßstellen hin.

Eine Meßstelle ist zwar seit wenigen Monaten am Harderberg installiert, und der Umweltschutzausschuß wird sie heute besichtigen. Aber sie liefert nur dem Technischen Überwachungsverein (TÜV Hannover) die Werte für das großräumige Immissionsgutachten, das im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks Ibbenbüren für das Umweltministerium erstellt wird.

Der TÜV verweigert jede Auskunft und verweist auf seinen Auftraggeber; und im Umweltministerium waren gestern keine aktuellen Werte zu erfahren.

Daß sich die Smog-Welle auf breiter Front nach Westen bewegte und damit auch in die Osnabrücker Region vorrückte, wurde gestern nachmittag in Hannover auf der Basis der Hochrechnungen bestätigt. Für weitere Schritte sah sich das Ministerium außerstande, weil ihm keine exakten Meßdaten vorlagen.

Ein Sprecher machte gegenüber unserer Zeitung deutlich, daß es der Stadt unbenommen sei, selbst Empfehlungen herauszugeben. Etwa den Appell, das Auto stehen zu lassen oder nicht gerade jetzt den Kamin anzuheizen. Nochmaliges Nachfragen bei der Stadt löste Verwunderung aus. Empfehlungen, meinte Presseamtsleiterin Karin Augustin , müßten sich doch auf Erkenntnisse stützen. Diese Erkenntnisse könnten aber nur aus Hannover kommen. Zusammenfassend hielt die Pressereferentin fest: " Wir gehen davon aus, daß wir umgehend vom Ministerium informiert werden, wenn eine gefährliche Entwicklung eintritt."

Die Stadt hatte in der Vergangenheit wiederholt die Notwendigkeit von Luftmessungen in Osnabrück betont. Vom Umweltministerium wird jedoch argumentiert, daß zunächst die Ergebnisse des großräumigen Immissionsprogramms bekannt sein müßten, wenn weitere Entscheidungen getroffen werden sollen.

Das TÜV-Gutachten wird voraussichtlich im April vorliegen. Sollten sich die Werte für Osnabrück (etwa durch die Inbetriebnahme des Kohlekraftwerkes Ibbenbüren) drastisch verschlechtert haben, wird auch Osnabrück eine Smog-Verordnung bekommen. rll
Autor:
rll


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