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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Vom Parkplatz zur Promenade: Rat stellte vor 6 Jahren Weichen für das Zentrum am Kamp
 
Als Autofahrer sich noch nasse Füße holten
Zwischenüberschrift:
Am Kamp wird eine der letzten Baulücken des Krieges geschlossen - ECE gab 1997 den Anstoß
Artikel:
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Originaltext:
Vom Parkplatz zur Promenade: Rat stellte vor 6 Jahren Weichen für das Zentrum am Kamp

Als Autofahrer sich noch nasse Füße holten

Am Kamp wird eine der letzten Baulücken des Krieges geschlossen - ECE gab 1997 den Anstoß

Osnabrück Wer kann sich daran noch erinnern? An die sechziger und siebziger Jahre, als die Fläche zwischen Kamp und Großer Hamkenstraße unbefestigt war und sich dort bei Regen große Pfützen bildeten? Vielen Osnabrückern war der provisorische Parkplatz ein Dorn im Auge, Stadtplanern bereitete er Kopfzerbrechen.

Lange tat sich nichts, jedenfalls nicht viel. Die Fläche wurde zwar gepflastert und eine provisorische Bauzeile der Nachkriegszeit wieder abgerissen. Später wurden auch Bäume gepflanzt. Die geplante Bebauung des gesamten Areals ließ allerdings auf sich warten. Einwohner und Besucher der Stadt gewöhnten sich an das Bild.

Eine nahezu freie Fläche gehörte hier aber nicht hin. Früher befand sich zwischen Neuem Graben und Nikolaiort ein dicht besiedeltes Wohnviertel mit verwinkelten Gassen und zwei- bis dreigeschossigen Häusern. Dann, im September vor 60 Jahren, machten Bomben dieses Quartier dem Erdboden gleich. Nach 1945 blieb es ungeordnet mit Notbauten und dem schmuddeligen Parkplatz. Wenn am nächsten Freitag die Kamp-Promenade eröffnet, ist eine der letzten Baulücken des Zeiten Weltkrieges in Osnabrück wieder geschlossen.

Ausgerechnet Projektentwickler der Hamburger Firma ECE gaben im April 1997 den Anstoß für das neue Einkaufszentrum. Die Pläne, am Kamp ein Kulturzentrum mit Universitäts- und Stadtbibliothek zu errichten, waren zu diesem Zeitpunkt vom Tisch. Es kam zu einem Wettbewerb, der im Mai 1998 auf Grund der hohen städtischen Auflagen zunächst im Sande verlief. Vor allem die Kaufsumme in Höhe von 15 Millionen DM für das Gelände erschien den Investoren zu hoch. Nach hitzigen Diskussionen entschied der Rat am 1. Dezember 1998, die Düsseldorfer Multi Development Corporation mit der Kamp-Bebauung zu beauftragen.

Anschließend wird der Baubeginn immer wieder verschoben. Ein Problem ist die Große Straße, deren Neugestaltung sich länger hinzieht als erwartet und zunächst beendet werden soll. Für Diskussionsstoff sorgt später die Größe der Tiefgarage. Im September 2002 ist es endlich so weit. Der Parkplatz wird gesperrt. Die Bauarbeiten für die Promenade beginnen.

Die Baugeschichte

Ende 1997: Die Stadt schreibt einen Wettbewerb für die Kamp-Bebauung aus.

1. Dezember 1998: Der Rat entscheidet mit großer Mehrheit, der Multi Development Corporation (MDC) mit Sitz in Düsseldorf den Zuschlag zu erteilen.

August 2001: Der Bebauungsplan 377 für die Fläche zwischen Kamp und Großer Hamkenstraße wird beschlossen.

September 2002: Die Bauarbeiten beginnen. Mitte November 2002: Der Durchbruch zur Großen Straße ist geschafft.

Frühjahr 2003: Eine gewaltige Baugrube bestimmt das Gelände.

18. März 2003: Drei riesige Baukräne werden aufgestellt.

26. März 2003: Offizielle Grundsteinlegung mit Projektleiter Peter Knopf und Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip.

28. November 2003: Auf der Baustelle wird Richtfest gefeiert.

Februar 2004: Im Rohbau ist die Kamp-Promenade fertig. Der Innenausbau läuft auf Hochtouren.

August 2004: Die Bauzäune fallen, die Geschäftsleute räumen die Regale ein.

16.-18. September 2004: Eröffnung der Promenade.

DURCHBRUCH zur Großen Straße im Oktober 2002.

MEHR ALS 50 JAHRE EIN PARKPLATZ: Zuletzt war das Areal befestigt und mit 33 Bäumen bepflanzt. Auch das neue Pflaster der Großen Straße lagerte hier.

EIN TRAPEZ ALS GRUNDFLÄCHE: In einen der beiden Baukörper auf dem ehemaligen Parkplatz ist der Elektronik-Riese Saturn eingezogen.

PFÜTZEN, SCHOTTER, EISENSTANGEN: Der Kamp-Parkplatz bot über Jahrzehnte nicht gerade einen schönen Anblick. Mitten auf dem Gelände Bauten aus der Nachkriegszeit, in denen unter anderem eine Spielhalle und ein Korbhandel ihr Domizil hatten.

DER ROHBAU WACHST: Im Oktober 2003 sind die neuen Strukturen schon gut zu erkennen.

GEWALTIG: Das Luftbild vom Februar 2003 zeigt das ganze Ausmaß der Baugrube.

ENDLICH GEHT ES LOS: Im September 2002 rücken die Baufahrzeuge auf dem 5500 Quadratmeter großen Gelände an. Aus vier Einzelfotos ist diese Panoramaaufnahme zusammengesetzt, die vom Dach der Universitätsbibliothek aus entstanden ist. Archiv-Fotos: Gert Westdörp/ Klaus Lindemann
Autor:
jan


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