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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Neubau am Haseufer: L+T verdoppelt Verkaufsfläche
 
"Moderne Gestaltung mit Rücksicht auf die Umgebung"
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Investition von rund 30 Millionen Euro: 120 zusätzliche Tiefgaragenplätze - Markthallen-ldee lebt wieder auf
 
Drei Fragen an Stadtbaurat Wolfgang Griesert
Artikel:
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Originaltext:
Neubau am Haseufer: L+ T verdoppelt Verkaufsfläche

Investition von rund 30 Millionen Euro: 120 zusätzliche Tiefgaragenplätze - Markthallen-ldee lebt wieder auf

Osnabrück swa Das Modehaus L+ T plant sein Gebäude in Richtung Herrenteichsstraße zu erweitern. Der Zeitplan ist eng: Der erste Bauabschnitt soll im Herbst dieses Jahres fertig werden. Das Osnabrücker Familienunternehmen will rund 30 Millionen Euro in das Projekt investieren, durch das rund 15000 Quadratmeter Verkaufsfläche und 120 Tiefgaragenplätze entstehen.

Das Gebäude soll nicht nur die Verkaufsfläche verdoppeln, sondern auch wesentlich zu einer Belebung der Innenstadt um die Herrenteichsstraße beitragen und die Lage zu einem 1a-Verkaufsstandort aufwerten, das versprechen sich die L+ T-Gesellschafter Dieter und Marc Rauschen sowie Geschäftsführer Eckhardt Römhild. Auch Oberbürgermeister Hans Jürgen Fip freute sich gestern bei der Präsentation des Vorhabens im Rathaus über einen weiteren Schub für die " Handelszentralität" Osnabrücks. Wer Kaufkraft aus dem Umland in die Stadt ziehen will, müsse mehr bieten als andere, so der Oberbürgermeister. Er lobte die Investoren, die sich mit ihrer Stadt identifizierten und zu ihrer Unverwechselbarkeit beitrügen.

Dieter Rauschen betonte, dass die Überschüsse seiner Firma wieder in Osnabrück investiert worden seien. Dazu habe auch die Grunderwerbsstrategie gehört: " Immer, wenn in der Nachbarschaft etwas frei wurde, haben wir gekauft." Auf diese Weise eröffnete sich jetzt auch die Chance, der Fachschule für Sozialpädagogik an der Kleinen Domsfreiheit gegenüber der Ursulaschule ein neues Gebäude zu schaffen. Dadurch wird das alte " Wilhelmstift" frei, es entsteht Platz für den neuen L+ T-Block.

Im ersten Bauabschnitt, der schon im Herbst abgeschlossen sein soll, dehnt sich das L+ T-Haus langsam bis zum Wilhelmstift hin aus. Um die Wegverbindungen im Hause zu verbessern wird im Altbau ein Lichthof unter einem elliptischen Glasdach entstehen, erklärte Juniorchef Marc Rauschen. Beim Zeitplan für den zweiten Abschnitt wollten sich die Investoren noch nicht festlegen. Der Neubau wird in Skelettbauweise mit einer so genannten Vorhangfassade aus Sandsteintafeln und geschosshohen Glasfassadenelementen errichtet. Damit sollen zum Haseufer hin Akzente gesetzt werden.
Marc Rauschen hob hervor, dass nach dem Umbau die Hase besser zugänglich sein wird als jetzt. Der Garten vom Wilhelmstift wird als begrünte Freifläche vor dem neuen L+ T-Kaufhaus als Biergarten zugänglich sein. Im Gebäude soll die alte Markthallen-ldee wiederauferstehen. Feinkost zum Mitnehmen oder Sofortverzehr soll zum erweiterten Rahmensortiment gehören.

MODELL UND WIRKLICHKEIT: Noch steht das Wilhelmstrft dem Neubauprojekt im Weg. Ähnlich wie an der Großen Straße soll am Herrenteichswall eine Fassade Passanten anziehen. Fotos: Westdörp

Drei Fragen an Stadtbaurat Wolfgang Griesert

" Moderne Gestaltung mit Rücksicht auf die Umgebung"

Osnabrück swa Stadtbaurat Wolfgang Griesert hob gestern die zügige Bearbeitung des L+ T-Vorhabens durch Rat und Bauverwaltung hervor.

Herr Griesert, haben Sie zu Lasten anderer Antragsteller hier mehr Gas gegeben?
Griesert: Nein, dadurch hat kein anderer Bauherr warten müssen. Aber bei fast 100 laufenden Verfahren gibt es natürlich Prioritäten. Wenn schon Investoren da sind, haben diese Projekte Vorrang vor reinen Angebotsplanungen. Dazu kommt, dass Rat und Stadtentwicklungsausschuss die für die L+ T-Erweiterung nötigen B-Plan-Festsetzungen intensiv diskutiert und ohne Verzögerung entschieden haben.

Welche Auswirkungen hat die L+ T-Erweiterung auf die Nachbarschaft?
Griesert: Wenn durch die Modernisierung und Erweiterung des Kaufhauses L+ T die Kundenfrequenz erhöht wird, profitiert davon die Innenstadt vom Neumarkt bis zum Domhof. Das hat dann auch stabilisierende Wirkung auf den Wert der Immobilen in der Nachbarschaft.

Wie beurteilen Sie die Architektur des Projektes?
Griesert: Auf den Plänen und Entwürfen für die Bauvoranfrage ist natürlich noch nicht jedes Detail zu erkennen. So weit das Vorhaben aber bis jetzt beschrieben ist, fällt die gestaltete Außenfassade mit Schaufenstern und Gastronomie positiv auf. Das spricht nicht nur Kunden, sondern auch Passanten an. Bei den völlig nach innen gerichteten Shoppingmalls ist das ja ganz anders, da sieht man von außen nur Klimaanlagen und die Müllentsorgung. Die Verantwortlichen bei L+ T setzen zudem auf eine moderne Gestaltung, ohne dabei die Umgebung aus dem Auge zu verlieren.

WOLFGANG GRIESERT
Autor:
swa


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