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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Neumarkt: Warum die Kosmetik auf sich warten lässt
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Deprimierter Hausverwalter: Pläne in der Schublade, aber erst muss sich Verkehrssituation ändern - Kritik an der Politik
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Neumarkt: Warum die Kosmetik auf sich warten lässt

Deprimierter Hausverwalter: Pläne in der Schublade, aber erst muss sich Verkehrssituation ändern - Kritik an der Politik

Osnabrück jan
Auch wenn die Farbe der Badezimmerfliesen reine Geschmackssache ist: L+ T-Chef Dieter Rauschen spricht zugespitzt das aus, was viele denken. Das hellgrün gekachelte Gebäude am Neumarkt ist ein Fremdkörper im Stadtbild. Wie wahrscheinlich ist es aber, dass etwas an dieser und den anderen Fassaden geschieht, solange die Verkehrssituation unbefriedigend bleibt?

Insgesamt gibt es drei Problembauten am Neumarkt. Außer dem Fliesengebäude an der Ecke Johannisstraße sind das die Immobilien mit den Hausnummern 1 (Cafe Coppenrath) und 6 (Reisebüro L' Tur). Dieter Rauschen, der auch Vorsitzender des Osnabrücker City-Marketings (OCM) ist, hatte beim Neujahrsempfang der Vereinigung die Hauseigentümer aufgefordert, ins Äußere der Gebäude zu investieren. Insbesondere kritisierte er die hellgrünen Badezimmerfliesen am Eckbau mit der Nummer 14.

Die so genannte Masterplanung für den Neumarkt, das Konzept für das Aussehen und die künftige Nutzung des Platzes, sieht eine optische Aufwertung der Bebauung vor. Die Stadt werde die Eigentümer ermutigen, etwas zu machen, sagte gestern Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau. Er hofft auf eine gewisse Dynamik nach dem Muster: Wenn einer anfängt, ziehen die anderen nach. Gezwungen werden könne aber niemand, und auch finanzielle Anreize (etwa Mittel aus Förderprogrammen) werde es nicht geben.
Neumarkt 14: Das fünfgeschossige Gebäude mit der heute ungeliebten Fliesenoptik entstand 1962. Neumarkt-Masterplaner Georg Gewers hält hier eine Fassaden-Kosmetik für besonders erforderlich. Insider aus der Osnabrücker Immobilienszene sehen das anders. Aus wirtschaftlichen Gründen brauche nichts gemacht zu werden, so ihr Argument. Das Haus mit seiner soliden Bausubstanz, das einer Erbengemeinschaft aus Ibbenbüren gehört, ist voll vermietet - im Erdgeschoss an Geschäfte und Gastronomiebetriebe, in den oberen Etagen an Ärzte, Rechtsanwälte und andere Dienstleister. Innen wurde es saniert und macht auf Grund der vielen Fenster einen freundlichen Eindruck.
Neumarkt 6: " Die Pläne für eine Aufstockung liegen seit Jahren in der Schublade", sagte gestern Wolfgang Heernann, der für eine Erbengemeinschaft den zweigeschossigen Nachkriegsnau an der Ecke zur Großen Straße verwaltet. Scharf ging er mit der Politik ins Gericht, die es den Eigentümern nicht gerade leicht mache zu investieren. Eine architektonische Aufwertung des Neumarktes sei nur sinnvoll, wenn der Platz verkehrsberuhigt werde, findet der Immobilienverwalter. Er widersprach Dieter Rauschen, der sich für den Erhalt von vier Spuren für den Autoverkehr stark gemacht hatte. Da es keinen weiteren Bedarf an Büroflächen gebe, will Wolfgang Heemann am Neumarkt 6 in den Obergeschossen Wohnungen bauen. Dafür müsse die Lärmbelastung deutlich sinken. Der Immobilienverwalter äußerte sich deprimiert, dass am Neumarkt nichts in diese Richtung geschieht. Dabei würde er so gerne die Pläne aus der Schublade holen, um ein hochmodernes Gebäude zu errichten. Die geplante L+ T-Erweiterung zwischen Großer und Herrenteichsstraße wird seines Erachtens den Standort Neumarkt weiter beeinträchtigen.

Neumarkt 1: Das Eckgrundstück zum Kollegienwall (Cafe Coppenrath) ist seit Jahren in der Diskussion. Masterplaner Georg Gewers träumt von einem architektonischen Glanzpunkt, der den ganzen Neumarkt aufwertet. Bereits vor zehn Jahren hatte die Sparkasse als Eigentümerin der Immobilie ähnlich große Pläne. Es gab den Entwurf für ein elfeinhalbgeschossiges Wohn-und Geschäftshaus. Doch diese Überlegungen sind offenbar wieder vom Tisch. Es gebe keine konkreten Planungen, sagte Sparkassensprecher Johannes-Heinrich Rahe: " Wir haben genug mit unserem Neubau an der Möserstraße zu tun."

TYPISCH FÜR DEN KAUFHAUSSTIL DER SECHZIGER JAHRE ist die Fliesenfassade des Geschäftshauses am Neumarkt 14. Wind und Wetter haben deutliche Schmutzspuren hinterlassen.

AUFSTOCKUNG SEIT JAHREN GEPLANT (das Haus mit der Nummer 6 zwischen Neumarkt und Großer Straße).

KEINE KONKRETEN PLANUNGEN gibt es für die Sparkassenimmobilie an der Ecke zum Kollegienwall. Fotos: Michael Hehmann
Autor:
jan


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