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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Ein Badesee in Schinkel: Wer würde da Nein sagen?
Zwischenüberschrift:
Verwaltung wüsste schon, wo der See entstehen könnte - Politik bremst: Der Stadt dürfen keine Kosten entstehen
Artikel:
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Originaltext:
Ein Badesee in Schinkel: Wer würde da Nein sagen?

Verwaltung wüsste schon, wo der See entstehen könnte - Politik bremst: Der Stadt dürfen keine Kosten entstehen

Osnabrück (hin) Eine Badesee in Schinkel-Ost, das wäre doch was. Die Verwaltung hat auch schon eine Fläche ins Auge gefasst. Allerdings: Der Spaß darf die Stadt keinen Cent kosten. Und solange das nicht klar ist, wird kein Sand bewegt.

Der Hintergrund: Der Rubbenbruchsee ist das einzige Naherholungsgebiet in der Stadt mit einer größeren Wasserfläche. Entsprechend groß ist der Andrang an sonnigen Wochenenden. Zu Stoßzeiten bricht in den angrenzenden Straßen das Chaos aus. Eine Besucherbefragung durch ein Gutachterbüro hat ein nicht überraschendes Ergebnis erbracht: Die Gäste wünschten sich Liegewiesen, Grillplätze, einen Badestrand. Das ist am Rubbenbruchsee nicht möglich. Um dem See den " hohen Nutzungsdruck" (Fachjargon) zu nehmen, schlagen die Gutachter vor, Im Osten der Stadt einen Badesee zu buddeln.

Die Fachleute vom Fachbereich Grün und Umwelt haben sich Im Osten umgeschaut und eine Fläche in Schinkel-Ost an der Südstraße entdeckt: die " Niedermoorsenke" zwischen zwei Bauernhöfen. Vage Vorgespräche mit den Grundeigentümern soll es schon gegeben haben. Das Problem hat FDP-Ratsherr Dr. Thomas Thiele während der jüngsten Ratssitzung auf den Punkt gebracht: " Lasst uns die Autobahn bauen, dann brauchen wir Sand und bekommen einen See." Auch der Rubbenbruchsee ist erst durch den Sandabbau zu dem geworden, was er heute ist.

Die Ratsfraktion der Grünen will die " Entwicklung weiterer wassergebundener Naherholungsgebiete" vorantreiben, ist aber von einer großen Mehrheit aus CDU, FDP und SPD gebremst worden. Björn Meyer (CDU) befürchtet " ein Fass ohne Boden", denn die Folgekosten seien nicht kalkulierbar. Auch sei kein Unternehmer in Sicht, der dort Sand abbauen wolle. Dass die Stadt selbst aktiv werde, sei angesichts der Finanzlage völlig ausgeschlossen.

Otto Wetzig (Grüne) meint, dass die Stadt in ihrem Bemühen nicht nachlassen dürfe. Er hält einen wirtschaftlichen Sandabbau für möglich. Die Aussicht, ein höchst attraktives Erholungsgebiet zu bekommen und den Rubbenbruchsee zu entlasten, sei aller Mühen wert. Die Grünen haben dem Badesee in der internen Korrespondenz auch schon einen Namen gegeben: Schinkelsee.
Autor:
hin


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