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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Zeitreise: Der Neumarkt gestern, heute und morgen
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www.neuer-neumarkt.de: Agenda-Arbeitskreis richtet Forum im Internet ein - Argumente pro und kontra sind gefragt
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Zeitreise: Der Neumarkt gestern, heute und morgen

www.neuer-neumarkt.de: Agenda-Arbeitskreis richtet Forum im Internet ein - Argumente pro und kontra sind gefragt

Kaffee trinken, Freunde treffen, auf dem Markt einkaufen. Das war der Neumarkt gestern. Heute rollen taglich 30000 Autos über den Platz. Und morgen? Die Projektgruppe Neuer Neumarkt der Lokalen Agenda 21 will die Diskussion am Kochen halten. Diesem Zweck dient auch der neue Internetauftritt unter www. neuer-neumarkt.de

Die Arbeitsgruppe setzt sich dafür ein, dass der Neumarkt zu einer Fußgängerzone umgestaltet wird. So hatte es vor einem Jahr das Bürgergutachten vorgeschlagen, an dem knapp 130 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Osnabrückerinnen und Osnabrücker mitgewirkt haben. Einige von ihnen machen nun in der Arbeitsgruppe mit. Dennoch ist der Internetauftritt keine Propagandaplattform, sondern ein Forum für die unterschiedlichsten Meinungen.

Wer noch keine klare Position zum Neumarkt hat, kann sich an den Statements von Befürwortern und Gegnern einer Umgestaltung orientieren. Oder selbst seine Meinung abgeben, ganz einfach per E-Mail. " Wir wollen die Argumente einbauen", verspricht Nils Peters vom Arbeitskreis Neuer Neumarkt. Auch die politischen Parteien bekommen Gelegenheit, ihre Haltung zum Neumarkt darzulegen. Das Ergebnis: SPD, Grüne und FDP sprechen sich für die Umsetzung des Bürgergutachtens aus, die CDU will den Autoverkehr auch weiterhin zulassen.

Anschaulich dargestellt wird auf den Internetseiten auch, was Architekten und Planer in den vergangenen Jahren zum Neumarkt ausgebrütet haben. Diplomarbeiten, die sich dem Thema widmen, sollen ebenfalls in die Präsentation einfließen. Und das komplette Bürgergutachten kann demnächst als Download abgerufen werden.

Kaufleute zahlen für den Internetauftritt

Jeder ist eingeladen, seine Vorstellungen einzubringen. Wer Zeichnungen, Pläne oder auch Fotos einzubringen hat, wird gebeten, sich an die Projektgruppe zu wenden (Telefon323-3126 oder mail@ neuer-neumarkt.de).

Fotos nehmen den Betrachter mit in die Zeit der Jahrhundertwende, als es auf dem Neumarkt tatsächlich noch einen Wochenmarkt gab. Oder ins Jahr 1936, als die erste Ampel aufgestellt wurde. Noch ist die Zeitreise nicht ganz vollständig. Es fehlen vor allem Fotos aus der jüngeren Vergangenheit. Auch an anderer Stelle behält die Präsentation Baustellencharakter.

Doch man sieht den Seiten an: Da haben keine Bastler dran gearbeitet, sondern Profis. Kai Abresch heißt der Mann, der dem Internetauftritt ein Gesicht gegeben hat. Der gebürtige Osnabrücker ist Inhaber einer Multimedia-Agentur in Berlin. Er hat schon maßgeblich an dem Neumarkt-Film mitgewirkt, der vor einigen Jahren auf Initiative des Immobilienkaufmanns Dr. Theodor Bergmann zu Stande kam. Bezahlt wurde die Arbeit von Sponsoren, fast allesamt Kaufleute, die ihre Geschäfte südlich der Demarkationslinie Neumarkt betreiben. Nils Peters betont aber, dass dieses finanzielle Engagement keinen Einfluss auf die Inhalte habe: Die Unabhängkeit der Arbeitsgruppe werde dadurch nicht angetastet. (rll)

DAMALS: Der Neumarkt um 1928. Das Kriegerdenkmal steht heute auf dem Straflburger Platz
(aus " Lichtenberg - Bilder einer Stadt", erschienen im Rasch Verlag Bramsche).

HEUTE: Der Neumarkt aus der gleichen Perspektive mit dem Landgericht. Aus dem Platz wurde eine durchgehende Schneise für den Autoverkehr.
Foto: Michael Hehmann
Autor:
rll


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