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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Lernstandort im früheren Toscani-Pavillon
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An der Jugendfreizeitstätte Hollager Mühle tut sich 2006 einiges - Kolpinger packen kräftig mit an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Lernstandort im früheren Toscani-Pavillon

An der Jugendfreizeitstätte Hollager Mühle tut sich 2006 einiges - Kolpinger packen kräftig mit an

Wallenhorst Bis vor wenigen Jahren genossen die Osnabrücker im Holzpavillon der Familie Toscani Eis und Cappuccino. Mit dem Bau der Kamp-Promenade verschwand das Gebäude aus dem Osnabrücker Stadtbild, jetzt kommt es an der Hollager Mühle zu neuen Ehren. Noch in diesem Jahr soll ein kleines Zentrum für regenerative Energien entstehen. Dies ist eines der Projekte, das in 2006 dem Betrieb der Jugendfreizeitstätte in Wallenhorst neuen wirtschaftlichen Schwung geben soll.

" Eigentlich hatte nach dem Abbau die Adolf-Reichwein-Stiftung den Pavillon gekauft", berichtete Clemens Lammerskitten, Fachbereichsleiter vom Bürgerservice und Soziales, vom Erwerb des urigen Holzgebäudes. Dann habe es jedoch drei Jahre ungenutzt auf deren Hof gelegen. Schließlich hat die Gemeinde Wallenhorst der Stiftung den Pavillon abgekauft, um ihn der Jugendfreizeitstätte an der Hollager Mühle am Schwarzen See zur Verfügung zu stellen.

Ein " Lernstandort" über die Nutzung regenerativer Energien soll darin entstehen. Zielgruppen sind Schulklassen, Vereine und sonstige Interessierte. Damit soll dem defizitären Betrieb Hollager Mühle vor allem in den Wintermonaten ein finanzielles Zubrot verschafft werden. Denn trotz einer sehr guten Belegungsquote fährt die Gemeinde Wallenhorst seit rund zehn Jahren einen Verlust von rund 25.000 Euro pro Jahr durch die Bewirtschaftung der Hollager Mühle ein.

Thomas Steinkamp, Vorsitzender der Kolpingfamilie und CDU-Ratsherr, hat sich in seiner Diplomarbeit in Sozialpädagogik mit der Zukunft der Hollager Mühle auseinander gesetzt und kennt die Wurzel des finanziellen Übels: " Es ist einmal der Mix aus hohen Personal-, Sach- und Renovierungskosten und zum anderen das große Minus, das im Winter eingefahren wird." Denn der Mühlenturm mit 33 Betten als einzige Übernachtungsmöglichkeit im Winter ist bereits mit einer Schulklasse ausgebucht.

Da der Pavillon als " Lernstandort" nicht als einzige weitere Einnahmequelle ausreicht, sind noch weitere Maßnahmen in Planung: So wird seitens der Gemeinde darüber nachgedacht, das Zeltplatzgelände durch weitere Flächen zu erweitern, um die Sommereinnahmen auf eine breitere Basis zu stellen. Schließlich wird überlegt, die Bewirtschaftungskosten durch den Einsatz regenerativer Energien wie zum Beispiel Sonnenkollektoren zu verringern. Ein geplantes Sanitärgebäude soll daher mit Solarzellen ausgestattet werden.

Bei der Finanzierung hofft Clemens Lammerskitten auf Zuschüsse seitens der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Ob das alles tatsächlich so umgesetzt wird, liegt jedoch noch in den Händen der Politik. Beschlossene Sache ist jedoch der Umbau der Küche, die technisch auf den neusten Stand gebracht und den gesetzlichen Auflagen angepasst werden soll. " Dafür sind im Vermögenshaushalt bereits 95.000 Euro bereitgestellt", erklärte Lammerskitten weiter, in dessen Fachbereich einige Bewerbungen für die Nachfolge des bisherigen Hausleiters Josef Thöle eingegangen sind, der im Frühjahr 2006 in Rente gehen wird.

Unterstützung beim Betrieb der Hollager Mühle hat auch die Kolpingfamilie zugesagt. In einer Vereinbarung mit dem Gemeinderat im März 2005 hat sie sich zur Durchführung von Arbeiten wie Laubharken, Rasenmähen und Malerarbeiten bereit erklärt.

Der Aufbau des Pavillons ist nun das erste große Projekt der Kolpinger. Vor allem Rentner mit einer Handwerksausbildung kommen dabei zum Einsatz. In mühevoller Kleinarbeit müssen die Wände des verwinkelten Pavillons auf dem Boden sortiert und provisorisch aufgestellt werden, um die Betonplatte für das Gebäude gießen zu können. Bis zum Frühjahr soll der Pavillon - wenn das Wetter mitspielt - aufgebaut sein

PUZZLE-SPIEL: Der Holzpavillon, der über Jahrzehnte auf dem Kamp in Osnabrück ein Eiscafe beherbergte, wird in den nächsten Tagen an der Hollager Mühle wieder aufgebaut. Ein Lernstandort zu erneuerbaren Energien soll das Angebot der Jugendfreizeitstätte ergänzen und attraktiver machen. Foto: Elvira Parton
Autor:
hal


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