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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Wir stehen eisern für den Ausbau der A 33"
Zwischenüberschrift:
Informationsfahrt des Rates führte nach Bielefeld
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Wir haben viele Gemeinsamkeiten, aber eines ist unterschiedlich: Bielefeld liegt im reichen Nordrhein-Westfalen und Osnabrück im armen Niedersachsen", sagte Oberbürgermeister Ernst Weber bei einem Empfang des Osnabrücker Rates im Bielefelder Rathaus und fügte hinzu: " Uns fehlt ein Mäzen wie Herr Oetker!" Mit dem Besuch der Leineweberstadt, bei dem die Besichtigung von Baustellen der Stadtbahn und der Ravensberger Spinnerei, die zu einem Bildungszentrum umgebaut wird, im Vordergrund stand, endete die Reihe der diesjährigen Informationsfahrten der Osnabrücker Ratsvertreter.

Bielefelds Stadtoberhaupt Klaus Schwickert hatte bei der Begrüßung des Rates mit OB Weber - auch Alt-OB Willi Kelch war mit dabei und der Verwaltung mit Oberstadtdirektor Dr. Raimund Wimmer darauf hingewiesen, daß beide Städte Oberzentren mit besonderen Funktionen für das Umland seien. Man habe sich schon öfters getroffen; " beim Fußballspiel zweimal, wobei wir leider gegen Sie verloren, aber wir haben die Niederlagen verschmerzt." Schwickert erinnerte ferner an Theater-Kooperation, Planung für die Autobahn A 33 und Stadtsanierung.

In Bielefeld, so gab Schwickert bekannt, entständen zur Zeit ein Verwaltungs- und ein Krankenhausneubau, ferner eine Müllverbrennungsanlage, die mit Dampf Strom erzeugt, wodurch die Gebühren " nur" um 70 anstatt 150 Prozent steigen würden. Im Johannisbachtal werde eine Talsperre angelegt. Bei so vielen Projekten war es nicht verwunderlich, daß Bielefeld, wie das Stadtoberhaupt erklärte, über keine " freie Spitze" mehr im Haushalt verfüge.

Oberbürgermeister Weber sah als einzigen Vorsprung der Hasestadt gegenüber den Westfalen den Besuch des Papstes, der trotz der Kosten eine " billige Imagepflege" darstelle. Zur geplanten Autobahn erklärte er: " Wir stehen eisern für den Ausbau der A 33, die für beide Städte dringend notwendig ist!"

Beeindruckend für die Osnabrücker Gäste waren Baustellen der Bielefelder Stadtbahn, die die Vorzüge von U-Bahn und Straßenbahn vereinigen soll: Im dicht bebauten City-Bereich fährt sie im Tunnel unter der Erde, außerhalb hält sie sich an die Schienen der Straßenbahn. 600 m sind fertig; im Bau bzw. in der Planung befinden sich etwa 4 km, die 310 Millionen kosten werden. Doch nur 10 Prozent muß die Stadt aufbringen, da der Bund 60 und das Land 30 Prozent tragen. Im Endzustand soll die Stadtbahnstrecke rund 50 km lang sein, davon ein Drittel unterirdisch.

Fabrikschloß und Industriedenkmal zugleich ist die Ravensberger Spinnerei, die 1857 gegründet wurde und damals mit 4000 Arbeiten Deutschlands größte Spinnerei war.

Das in einem Park gelegene Hauptgebäude wird unter Beibehaltung der typischen Baumerkmale zu einer Weiterbildungsstätte umgebaut. Die künftige Nutzung sieht u. a. Volkshochschule mit Fach- und Werkräumen, die vom Land mit 70 Prozent bezuschußt werden, Stadtbildstelle, Spielothek und Kino vor. Der gesamte Umbau wird etwa 25 Millionen kosten.

Den Dialog zwischen den Vertretern beider Städte hatte Stadtbaurat Klöcker schon im Bus eröffnet: " Was halten Sie von Arminia Bielefeld?" Bei einem rustikalen Essen in der Sparrenburg waren sich alle einig, daß die gegenseitigen Informations- und Kontaktbesuche fortgesetzt werden sollen (Osnabrücker Zwischenruf: " Aber nicht vor dem Papstbesuch!")

" OSNABRÜCKS SOUVENIR" heißt das Bild von Johannes Eidt, das Oberbürgermeister Ernst Weber (links) seinem Bielefelder Kollegen Klaus Schwickert überiölchte.

UNTERTAGE kletterte der Osnabrücker Rat in Bielefeld, um den Tunnel zu besichtigen.
Autor:
H.


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