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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Rettung für Frösche und Kröten
Zwischenüberschrift:
Umweltpreis 86 für den Bund Umwelt und Naturschutz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Sieben Wochen lang war der Industriekaufmann Karl-Heinz Erpenbeck jeden Morgen um 6 Uhr zur Stelle, um Frösche und Kröten von der einen Seite des Ickerweges auf die andere zu tragen. Jeden Abend wiederholte sich das Spiel, nicht selten kam der 47jährige Naturschützer erst gegen Mitternacht nach Hause. 1100 Amphibien bewahrte Erpenbeck vor dem Tod durch Überfahren. Für diese Aktion bekam der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) von der Stadt den Umweltpreis 86.

Erpenbeck, Mitglied im örtlichen BUND-Vorstand, ist nicht der einzige " Krötenretter" in Osnabrück. An den gefährdeten Stellen im Stadtgebiet haben Naturschützer Zäune aufgestellt, um die Amphibien vor dem Autoverkehr zu schützen. Die Lurche fallen in die bereitgestellten Eimer und müssen morgens und abends auf die andere Seite der Straße getragen werden. Ohne Umwege könnten sich die Tiere durch einen Tunnel in Sicherheit bringen. Aber die Betonröhre, die von der Stadt eigens für Kröten am Ickerweg gebaut wurde, erwies sich als Fehlinvestition: sie wird von ihnen nicht angenommen.

Karl-Heinz Erpenbeck sieht sich außerstande, in jedem Frühjahr den Schutz der Amphibien zu garantieren. Er hofft, daß demnächst ein besserer, krötengerechter Tunnel angelegt wird. " Ich meine, daß jedes Geschöpf eine Lebensberechtigung hat", sagt der Naturschützer. Und er ist auch der Ansicht, " daß nicht jedes Lebewesen nachweisen muß, ob es nützlich oder schädlich ist."

Die 1000 DM, die der BUND mit dem Umweltpreis bekommt, sind schon fest verplant: Vorsitzender Prof. Dr. Wolfgang Hartmann kündigte an, daß mit dem Geld ein Detektor für Ultraschall-Untersuchungen von Fledermäusen finanziert werden soll. Außerdem will der BUND Feuchtwiesen für den Naturschutz anpachten. Ein schwieriges Unterfangen, denn, so Hartmann: " Unsere Kassen sind leer". rll

AUCH KRÖTEN haben eine Lebensberechtigung: Karl-Heinz Erpenbeck nahm für den BUND den Umweltpreis der Stadt entgegen.
Foto: Gert Westdörp
Autor:
rll


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