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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Drei Fragen an Stadtbaurat Jörg Ellinghaus
Zwischenüberschrift:
L+T-Ausbau? "Ich sehe das kritisch"
Artikel:
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Originaltext:
Drei Fragen an Stadtbaurat Jörg Ellinghaus

L+ T-Ausbau? " Ich sehe das kritisch"

Osnabrück Der oberste Stadtplaner, Stadtbaurat Jörg Ellinghaus, reagiert mit Skepsis die Plane von L+ T-Chef Dieter Rauschen, ein Einkaufszentrum zu schaffen.

Herr Ellinghaus, was sagt denn der Stadtbaurat zu den L+ T-Plänen ? Ellinghaus: Ich sehe das kritisch. Denn wir würden damit einen Standort optimieren, der heute schon der beste in der Stadt ist. Dieser Standort braucht die Impulse nicht. Dagegen würden anderen Standorten, die es bitter nötig hätten, Hilfen vorenthalten. Es wäre falsch, den Neumarkt und die südliche Innenstadt abzuhängen. Hier muss ein Magnet entstehen. Es wäre klüger, an den Enden der Fußgängerzone Magneten zu schaffen, die Kundenströme lenken. Ich meine, maximal 15.000 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche könnte die Stadt vertragen, dies nach Möglichkeit beiderseits der Johannisstraße auf der Südseite des Neumarktes.

Ist das Problem mit dem Parken ein K.-o.-Argument gegen die Erweiterungspläne von L+ T? Ellinghaus: Nein, das nicht. Der Bedarf müsste über die anderen Parkhäuser in der Innenstadt abgedeckt werden. Aber ob das die Investoren mitmachen, ist fraglich. Das Parkdeck im Haus ist ein Kernstück aller Center-Konzepte. Ich und auch die Kollegen von der Verkehrsplanung halten in dieser Dimension die Zufahrt via Haarmannsbrunnen für nicht vertretbar. Wir haben heute schon Probleme.

Sie sagen, Neumarkt und Johannisstraße würden abgehängt. Muss die Stadt denn einen Bereich am Leben erhalten, wenn der Markt anders entscheidet? Ellinghaus: Die Stadtplanung darf dem Markt nicht alles überlassen. Stadtplanung muss die Rahmenbedingungen schaffen, die der Markt annimmt. Büros an der Johannisstraße? Das wird nicht funktionieren. Wohnen könnte ich mir vorstellen, nicht aber am Neumarkt. Was den Neumarkt betrifft, in der Architektur gibt es den Grundsatz: Form folgt Funktion. Das heißt, zuerst muss über den Verkehr entschieden werden. Damit wird die Funktion festgelegt. Das brauchen Investoren, um an die Arbeit gehen zu können. Die jetzt angestoßene Masterplanung läuft genau anders herum. Und wir sind bisher keinen Schritt weiter gekommen.

JÖRG ELLINGHAUS
Autor:
hin


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