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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Im Herbst bekommt jede Dahlienknolle eine Nummer
Zwischenüberschrift:
Anneliese Rausch und ihre Überraschungen: Statt zartrosa und kleinblütig wächst es auf einmal gelb und großblütig
 
Osnabrücker zeigen ihre Gärten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrücker zeigen ihre Gärten

Im Herbst bekommt jede Dahlienknolle eine Nummer

Anneliese Rausch und ihre Überraschungen: Statt zartrosa und kleinblütig wächst es auf einmal gelb und großblütig

Wüste

" Willkommen in der Filiale des Paradieses", ruft Anneliese Rausch dem Besucher schon von weitem entgegen. Hinter Hecke und Tor verborgen blüht ihr ganzer Stolz: auf den 600 Quadratmetern ihres Kleingartens in der " Deutschen Scholle" nennt sie 128 Dahlien ihr Eigen.

Mit Leib und Seele seien sie Hobbygärtner, sagen Anneliese und Ehemann Franz. Seit 33 Jahren ist die farbenprächtige Parzelle in ihrer Hand. Die häufigste Blume, die Dahlie, hat es den Eheleuten nicht ohne Grund angetan. Schönheit, Leuchtkraft und die verhältnismäßig lange Blütezeit haben die beiden zu Experten werden lassen, die keine Landesgartenschau verpassen. Dort werden neue Größen und Farben bewundert, Anregungen gesammelt und Knollen erstanden.

Eine Dahlien-Sorte habe einen riesigen Blütendurchmesser von 24 Zentimetern, schwärmt Anneliese Rausch, eine andere sei mit ihrer lachsroten Farbe und ihrem Goldrand ein ganz besonderer Fund. Und der bereitet lange Freude, denn Dahlien können bis zum ersten Frost blühen. " Danach hängen sie aber wie Spinat am Stängel", sagt Franz Rausch lachend.

Sobald es kälter wird, müssen die Knollen zum Überwintern ins Haus. Dann sind die Eheleute zwei bis drei Tage damit beschäftigt, ihre Dahlien aus der Erde zu holen. Ungeordnet geschieht dies aber nicht, denn jede hat eine Nummer und soll im nächsten Frühjahr wieder an derselben Stelle stehen. Schließlich hat Anneliese Rausch die harmonische Farbgestaltung im Auge und kann dank ihrer Katalogisierung auf Anhieb sagen, welche Sorte wo steht.

Außer Dahlien gibt es noch einiges mehr zu sehen, denn ein weiteres Hobby von Anneliese Rausch ist die Rosenzucht. Einen Ehrenplatz im Garten nimmt ein Apfelbaum ein, den das Ehepaar anlässlich der Geburt seines Enkels vor zwei Jahren gepflanzt hat. Der kleine Bjarne sei gern zu Besuch und helfe seinem Großvater eifrig bei der Kartoffelernte. " Anschließend hat er die Kartoffeln ins Blumenbeet gedreht, damit sie sprießen", berichtet die Großmutter vergnügt.

Kleine Überraschungen gibt es öfters in den Beeten. Statt zartrosa und kleinblütig wachsen manche Blumen plötzlich gelb und großblütig hervor. Statt Rittersporn gedeihen unerwartet Mohren, weil die Tüte mit falschen Samen gefüllt war. Solche Kleinigkeiten bringen die ehemalige Sparkassenangestellte und den Bergmann noch lange nicht aus der Ruhe.

" Schließlich ist unser Garten ein Gesundbrunnen, indem man nicht altert", sagt Anneliese Rausch. " Und ebenso ein Paradies zum Verlieben", fügt Ehemann Franz mit einem Augenzwinkern hinzu. Schließlich haben die beiden erst vor knapp drei Jahren geheiratet. Gefeiert wurde natürlich im eigenen Garten, wo das Partyzelt mit 72 Gästen gerade so zwischen die Dahlien passte.

Im Zusammenhang mit der Aktion " Das offene Gartentor" kann der Garten von Anneliese und Franz Rausch am 4. und 5. September besichtigt werden. Er befindet sich in der Kleingarten " Deutsche Scholle" an der Limberger Straße. Vom Haupteingang geht es zum Garten Nr. 7.

FRAGEN NACH IHRER BLUMENPRACHT beantworten die Eheleute Rausch gern. Am 4. und 5. September von 10 bis 18 Uhr steht ihr Garten Nr. 7 in der Kleingartenanlage " Deutsche Scholle" für Besucher offen. Foto: Michael Hehmann
Autor:
kgre


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