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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Die Rohre müssen scharfe Reinigungsmittel vertragen
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Gustav-Tweer-Straße: Stadtwerke erneuern Kanalisation
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Die Rohre müssen scharfe Reinigungsmittel vertragen

Gustav-Tweer-Straße: Stadtwerke erneuern Kanalisation

Kalkhügel Der erste Bauabschnitt bis zur Dr.-Eckener-Straße wird in etwa drei Wochen abgeschlossen sein: An der Gustav-Tweer-Straße stellen die Stadtwerke zurzeit die Kanalisation auf die Trennung von Regen- und Schmutzwasser um. Bis voraussichtlich Ende Oktober wird der Verkehr zwischen Sutthauser Straße und Parkstraße über die Uhlhornstraße umgeleitet.

" In Verkehrsspitzenzeiten haben wir kleinere Staus", sagt Jürgen Schmidt, Fachdienstleiter Straßenbau. Eine günstigere Umleitungsmöglichkeit gebe es allerdings nicht. Vier Wochen vor Baubeginn waren die Anlieger von den Stadtwerken per Wurfzettelüber die Arbeiten informiert worden. Mit der neuen Kanalisation werden nicht nur Regen- und Schmutzwasser getrennt, sondern auch weitere Reserven für das Abwasser eingerichtet. Während der alte Mischkanal im Durchmesser 70 Zentimeter maß, werden nun für Regenwasser 90 Zentimeter dicke und für Schmutzwasser 25 Zentimeter dicke Rohre verlegt, wie Olaf Lietzke, zuständig für den Kanalneubau, berichtet.

Die Rohre sind aus Steinzeug und mit besonderer Glasierung widerstandsfähiger als die Regenkanalisation aus Beton. Schließlich müssen die Schmutzwasserrohre auch scharfe Reinigungsmittel vertragen, die mit dem Abwasser zum Klärwerk geleitet werden.

Die Baugrube ist über vier Meter tief. Damit der Baugrund trocken bleibt, wird mit so genannten Lanzen das Wasser herausgesaugt und in den Regenwasserkanal abgeleitet. Während der Arbeiten ist die alte Kanalisation so lange in Betrieb, bis die neuen Kanäle verlegt sind.

Zusätzlicher Aufwand entstand durch Bodenuntersuchungen auf Blindgänger: Die alte Kanalisation war bereits 1930 entstanden. Die daher notwendige Auswertung von Luftbildern durch die Bezirksregierung erklärte den Bereich zur " Verdachtsfläche", so Lietzke. Glücklicherweise wurden die Vermutungen durch die weitere Untersuchung widerlegt.

Rund 700.000 Euro kostet der Kanalbau, allerdings entstehen laut Abwasserbeseitigungssatzung der Stadt auch Kosten für die Eigentümer. Für die Arbeiten zwischen Kanalisation und Grundstücksgrenze berechnet die Stadt zudem eine Meterpauschale. " Viele Leute sind von der Maßnahme nicht begeistert", räumt Stadtwerke-Mitarbeiter Rolf Niendieker ein. Allerdings bestehe irgendwann die Gefahr, dass das Abwasser " an unerwünschten Ecken herauskommt", vermerkt Stadtwerke-Sprecher Peter Horenburg. " Dann ist das Geschrei groß!"

DIE BAUGRUBE ist vier Meter tief. An der Gustav-Tweer-Straße stellen die Stadtwerke den Mischkanal auf ein Trennsystem um. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
hmd


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