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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neben der eigenen Firma zu Hause
Zwischenüberschrift:
Das Wohnhaus von Anton Hagedorn an der Lotter Straße 98
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Neben der eigenen Firma zu Hause

Das Wohnhaus von Anton Hagedorn an der Lotter Straße 98

OSNABRÜCK. Ein Zaun aus Gitterstäben und Mauerwerk umgibt einen Hof mit Bäumen und Sträuchern und ein zweistöckiges Wohnhaus. So zeigt sich das Grundstück an der Lotter Straße 98 im Jahr 1904. Heute sieht es hier ganz anders aus. An der Stelle des Gartenzauns ragt heute die Fassade eines vierstöckigen Mietshauses in die Höhe.

Zeitreise

" Mein Urgroßvater muss das Haus etwa 1884 gekauft haben", meint Horst Heinemann. Er ist der Urenkel von Anton Hagedorn, dem Gründer der Firma " Hagedorn". Zwei Häuser weiter hat das Unternehmen noch heute seinen Sitz: An der Lotter Straße 95/ 96 wurde damals hauptsächlich Celluloid produziert, aus dem unter anderem Tischtennisbälle, Puppen oder auch Filme hergestellt wurden.

Das genaue Gründerdatum des Unternehmens, aus dem die heutige Aktiengesellschaft entstanden ist, ist unklar. Sicher ist jedoch: Anton Hagedorn ist der " Stammvater der heutigen Hagedorn AG", wie es in der Festschrift zum 100. Jubiläum der Aktiengesellschaft heißt, das die AG derzeit feiert. " Schon etwa 20 Jahre vorher war die Firma an der Lotter Straße ansässig", weiß Heinemann. Die Gründung sei noch früher erfolgt.

Finanziert hat Anton Hagedorn sein Eigenheim nicht aus den Gewinnen, die das Unternehmen abwarf, sondern aus einem Patent. Er erfand eine Methode, mit der Furnierholz so gestaltet werden konnte, dass es aussah wie geschnitzt. Das Patent hat Hagedorn 1884 an einen Schiffsausstatter mit Sitz ini der Nähe von Leipzig verkauft. Mit einigem Gewinn, mit dem er die eigenen vier Wände finanzierte.

Später verkaufte Hagedorn das Haus, entfernte sich im Ruhestand aber nur wenig von seiner Firma: Im Alter richtete er sich an der Lotter Straße 110 häuslich ein.

Als Wohnhaus für sich und seine Familie nutzte Anton Hagedorn dieses Gebäude an der Lotter Straße 98. Zu sehen ist er hinter dem Zaun rechts neben einem Stützpfeiler zusammen mit seiner Frau. Dieses Foto hat uns Horst Heinemann zur Verfügung gestellt

Nichts übrig geblieben ist heute von dem alten Haus. An derselben Stelle wurde spater ein viergeschossiges Mietshaus errichtet (links im Bild).

Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
Marie-Luise Braun


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