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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Katholikentag will auch den Piesberg nutzen
Zwischenüberschrift:
Künftiges Buga-Gelände als Veranstaltungsort im Gespräch - Bistum will Kräfte bündeln
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Originaltext:
Katholikentag will auch den Piesberg nutzen

Künftiges Buga-Gelände als Veranstaltungsort im Gespräch - Bistum will Kräfte bündeln

Osnabrück

Das Bistum Osnabrück will alle Kräfte konzentrieren, damit der Kirchentag 2008 in Osnabrück gelingen kann, so sagte gestern Bischof Franz-Josef Bode. Am Freitag hatte die Herbstvollversammlung des Zentralkomitees der Katholiken die nach Bodes Worten " relativ spontan" ausgesprochene Einladung angenommen. Ebenso überraschend: Bode und Generalvikar Theo Paul brachten bei einer Pressekonferenz das Buga-Gelände auf dem Piesberg als Ort des Abschlussgottesdienstes ins Gespräch.

Die Tage des Begegnung im Vorfeld des Weltjugendtages und die dabei gemachte Erfahrungen hätten ihn zu dieser Bewerbung ermutigt, sagte Bode weiter: " Für das Leben der Kirche ist es vielleicht hilfreich, auch in diesen Zeiten der Stagnation eine Vision zu entfalten." Der Kirchentag könne dabei etwa durch sein Motto einen Akzent auf das Leben von Kindern und Jugendlichen setzen und den Glauben " wieder sichtbar machen", damit das Bekenntnis zur Religion sich nicht ins Beliebige verflüchtige, sagte der Jugendbischof.

Für den Veranstalter des größten katholischen Laientreffens in Deutschland sagte Heinz-Wilhelm Brockmann, einer der Vizepräsidenten im ZdK, die Entscheidung für Osnabrück sei wesentlich vom Blick auf das stark katholisch geprägte Umfeld des Emslands und des Oldenburger Münsterlandes beeinflusst worden: " Wir denken an dezentrale Veranstaltungen in der Region im Vorfeld. Wir wollen aber auch die Beziehungen des Bistums Osnabrück in die Niederlande und zur nordischen Kirche fruchtbar werden lassen."

Die konkrete Planung für 2008 werde erst nach dem 2006 anstehenden Kirchentag in Saarbrücken beginnen, so deutete gestern Generalvikar Theo Paul an. Erfahrungen mit dem letzten Katholikentreffen in Ulm lassen jedoch eine Teilnehmerzahl von etwa 30.000 Menschen und ein Finanzvolumen von 7, 5 Millionen Euro erwarten. Diese Summe solle " im Mix" durch eine Sonderkollekte, Sponsoren, Bistumsgelder und weitere Zuschüsse aufgebracht werden.

Der Veranstaltungs-Zeitraum sei noch nicht endgültig festgelegt; es deuten sich jedoch der 21. bis 25. Mai oder Fronleichnam (15. bis 18. Juni) an. Als Veranstaltungsorte (Paul: " Wir brauchen Säle mit bis zu 4500 Plätzen) sind neben Kirchen und Veranstaltungssälen auch eine Kirchentagsmeile in der Innenstadt sowie eine Zeltstadt um die Halle Gartlage im Gespräch. Als Ort des Abschlussgottesdienstes kämen dann die Illoshöhe oder das Buga-Gelände auf dem Piesberg infrage.

Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip, der den Organisatoren bereits " alle erdenkliche Unterstützung" zugesagt hatte, bestätigte gestern ebenfalls, dass er sich gut vorstellen könne, schon 2008 das Buga-Gelände in die Organisation einzubeziehen.

Die Chance

Von Frank Henrichvark

Osnabrück ist mittlerweile selbstbewusst geworden und bewirbt sich mit den Erfahrungen des Friedensjahrs 1998 nun offensiv um Großveranstaltungen, wie sie sonst nur den wirklichen Großstädten vorbehalten bleiben. Der Hansetag 2006 ist dabei die nächste Station auf dem Weg, der Katholikentag 2008 wird folgen. Eine Veranstaltung baut auf den Erfahrungen der vorhergehenden auf. So ist es aus städtischer Sicht nur konsequent, das Piesberg-Gelände in die Vorüberlegungen für den Abschlussgottesdienst dieses Katholikentreffens zu bringen.

Denn 2008 ist zugleich auch das Jahr der Entscheidung über die Gretchenfrage an die Stadt: Kommt die Buga 2015, oder kommt sie nicht? Da kann eine " Machbarkeitsstudie" in der Realität der Steinbruch-Kulisse hilfreich sein. Hier liegt auch eine große Chance für die Organisatoren des Katholikentreffens. Denn die Stadt müsste doch bereit sein, Berge zu versetzen, damit das Unternehmen gelingt. Wenigstens ist sicher, dass der Altar des Open-Air-Gottesdienstes ohnehin in einer gewaltigen Ostapsis stehen würde, ganz wie es die Liturgie verlangt.

ORT DES ABSCHLUSSGOTTESDIENSTES BEIM KATHOLIKENTAG 2008 könnte nach den ersten Überlegungen das für die Bundesgartenschau 2015 vorgesehene Steinbruchgelände auf dem Piesberg sein. Foto: Archiv
Autor:
fhv


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