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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Drogenhandlung" für die Vollversorgung
Zwischenüberschrift:
Martinistraße Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt - Mädchen-Mittelschule im Rundbogenstil
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Drogenhandlung" für die Vollversorgung

Martinistraße Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt - Mädchen-Mittelschule im Rundbogenstil

Weststadt

Im Jahr 1906 hat ein unbekannter Fotograf diesen Einblick vom Arndtplatz in die Martinistraße festgehalten. Die Fahrbahn wurde inzwischen dem heutigen Verkehrsaufkommen angepasst, asphaltiert und verbreitert. Einige Gebäude dieses Straßenzuges sind jedoch bis heute erhalten geblieben.

Die Martinistraße wurde im Zusammenhang mit der westlichen Stadterweiterung Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt. Die Straße nimmt an der 1855 abgetragenen Martinspforte ihren Ausgang. Die Bebauung des Abschnitts zwischen Wall und Arndtplatz begann 1869.

Der markante Bau an der Martinistraße 8, auf dem alten Foto von den Bäumen verdeckt, wurde im Jahr 1870 von Wilhelm Geisler errichtet. Der Maurermeister und Bauunternehmer baute sein eigenes Wohnhaus unmittelbar neben der Mädchen-Mittelschule im romanischen Rundbogenstil. Die dreigeschossige Fassade ist vollständig mit Sandsteinquadem verblendet. Heute ist in dem Gebäude ein Teil des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Universität untergebracht.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Eckgebäude mit dem auffälligen Erkerturm an der Einmündung zur Heinrichstraße (rechts im Bild) errichtet. Richard Mattems richtete hier, in der Martinistraße 19, seine " Drogenhandlung" ein. Mattern vertrieb keine Drogen, sondern bot diverse Drogerie-Artikel wie Farben und Lacke, Verbandsmaterial, rezeptfreie medizinische Drogen, Tees, Kolonialwaren und Dinge für den alltäglichen Gebrauch an.

In jenen Jahren gab es in Osnabrück nur wenige Apotheken. Drogerien entstanden, um mit ihrem umfangreichen Sortiment die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung zu sichern. In den Geschäftsräumen des nur wenig veränderten Gebäudes ist heute die Martini-Apotheke untergebracht. Die kleinteilige Straßenpflasterung ist inzwischen einer mehrspurigen, asphaltierten Fahrbahn gewichen, der auch die zahlreichen Straßenbäume zum Opfer fielen.

BREITE BÄUME UND KOPFSTEINPFLASTER zierten im Jahr 1906 die breite Martinistraße, an der damals die Mädchen-Mittelschule und die " Drogenhandlung" von Richard Matterns (rechts) lagen. Dieses Bild haben wir dem Buch Alt-Osnabrück, Band II, entnommen. Erschienen im Verlag H. Th. Wenner

EINE VIERSPURIGE ASPHALTSTRASSE führt heute vom Amdtplatz in Richtung Wall. Dies ist eine der Hauptverkehrsstraßen in die Stadt. Foto: Gert Westdörp

Autor:
tos


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