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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Nach 20 Jahren tut sich wieder etwas am Tannenhof
Zwischenüberschrift:
Auf dem Gelände der früheren Jugendherberge in Eversburg sollen nun endlich Einfamilienhäuser entstehen
Artikel:
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Originaltext:
Nach 20 Jahren tut sich wieder etwas am Tannenhof

Auf dem Gelände der früheren Jugendherberge in Eversburg sollen nun endlich Einfamilienhäuser entstehen

Von Hauke Petersen

Eversburg
Alteingesessene Eversburger werden sich noch gut an das Hickhack erinnern, das es in der Vergangenheit um den Tannenhof gab. In letzter Zeit ist es jedoch still geworden um das Gelände der ehemaligen Jugendherberge. Das könnte sich bald wiederändern. Denn nun kündigt der Fachbereich Städtebau an, dass an der Stelle Häuser gebaut werden sollen.

Nach den Worten von Fachbereichsleiter Franz Schürings sollen auf dem knapp 5000 Quadratmeter großen Areal Einfamilienhäuser als frei stehende Doppel-und Reihenhäuser entstehen. Die Vorbereitungen für einen entsprechenden Bebauungsplan liefen bereits. Die Sache gehe in Kürze zum ersten Mal In den Stadtentwicklungsausschuss. Realisiert werden könne die Bebauung aber frühestens Anfang 2007.

Das wäre dann fast genau zwei Jahrzehnte, nachdem die damalige Jugendherberge der Stadt ihr viel diskutiertes Ende nahm. In ihren Räumen sollte damals nach dem Willen der eigens gegründeten Tannenhof-Initiative ein neues Stadtteilzentrum entstehen. Selbst der jetzige Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff hatte sich an der Diskussion um diesen Vorschlag beteiligt.

Seine CDU-Fraktlon, die auch zu jener Zeit gemeinsam mit der FDP die Ratsmehrheit stellte, entschied sich jedoch für einen schnellen Abriss.

Schon damals hatte der Vorschlag einer Wohnbebauung im Raum gestanden. Doch daraus wurde erst mal nichts. 1991 nämlich musste der Tannenhof herhalten als Übergangsquartier für Asylbewerber. Auf Grund akuten Platzmangels brachte die Verwaltung dort rund fünfzig Asylbewerber unter, zunächst in Wohnwagen, später dann in einer neu errichteten Holzbaracke.

Holzbaracke für Asylbewerber

Doch auch dieser Zustand hielt nicht lange vor. 1994 kam aus Hannover die unmissverständliche Anweisung der Landesregierung, wonach die Bettenzahl der Flüchtlingsheime zu reduzieren sei. Und der Tannenhof stand ganz oben auf der städtischen Strichliste. Nach einiger Zeit des Leerstands wurde auch das ehemalige Heimgebäude dem Erdboden gleichgemacht.

Fast ein Jahrzehnt liegt die Fläche seitdem brach. Doch das Ende der Wildnis am Tannenkamp ist nun absehbar.

LIN BILD AUS FRIEDLICHEN TAGEN: Bis 1987 begrüßte Osnabrück seine jungen Gaste noch in der Jugendhefberge auf dem Tannenhof. Foto: Archiv

EIN PAAR HOLZPFÄHLE erinnern noch an die Holzbaracke für Asylbewerber, die auf dem ehemaligen Jugendherbergsgelände in Eversburg gestanden hat.
Foto: Gert Westdörp
Autor:
Hauke Petersen


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