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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Schulen rauchfrei - Straßen und Gehwege dreckig
Zwischenüberschrift:
Anwohner ärgern sich über Raucher und ihren Müll - Aber die Stadt fühlt sich nicht verantwortlich
Artikel:
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Originaltext:
Schulen rauchfrei - Straßen und Gehwege dreckig

Anwohner ärgern sich über Raucher und ihren Müll - Aber die Stadt fühlt sich nicht verantwortlich

Osnabrück
" Fegt auch die Straße, sonst gibt es Ärger mit den Nachbarn", ruft eine Lehrerin an den Berufsbildenden Schulen am Schölerberg. Diese reagieren damit auf die Auseinandersetzung mit Anliegern, die sich über den Müll von Rauchern vor ihren Gärten beschwert haben. Jetzt wird nach den Pausen gefegt.

Seit diesem Schuljahr gilt auf dem Schulgelände Rauchverbot. Der Kultusminister-Erlass wird auch vom Schulleiter der BBS Schölerberg konsequent umgesetzt. Die Folge: Raucher stehen auf Straßen und Gehwegen. Gerade am Schölerberg erregt das den Ärger von Anliegern. Der Erlass gehe eindeutig auf die Kosten der Nachbarn, empören sie sich. " Die oft erwachsenen Schüler hören nicht auf zu rauchen, sondern sie stehen in großen Gruppen vor unseren Garten", sagt Wolfgang Bünemann, direkter Anlieger. " Wer solche Verbote erlässt, muss sich auch überlegen, was danach passiert." Am meisten entrüsten sie sich über den Müll. Zwar habe die Stadt bereits einen Mülleimer am Eingang zum Schulgelände platziert. Dennoch hinterließen die Raucher ihre Kippen, Schachteln und Getränkedosen auf dem Gehweg und in den Gärten.

Den Schulen sind die Hände gebunden. " Wir können den Erlass nur auf unserem Gelände umsetzen, Erwachsene aber nicht auf dem Schulhof halten," erklärt Schulleiter Dr. Michael Szewczyk. Langfristig werde versucht, Rauchern therapeutisch die Sucht zu nehmen. " Das greift aber nicht sofort." Im ersten Schritt sei die Aufsicht verstärkt und ein Säuberungsdienst eingesetzt worden. Einen Platz zum Rauchen könne die Schule jedoch nicht stellen. " Wir werden den Erlass nicht konterkarieren, indem wir alternative Plätze zur Verfügung stellen. Aber wir wissen auch, dass es an der Straße gefährlich ist und zu Problemen mit den Nachbarn kommt." Daher suche die Schule bereits mit der Stadt nach Lösungen.

Auch der Stadt werfen die Anwohner Untätigkeit vor. Weder der Fachbereich Schule noch das Ordnungsamt habe auf die Beschwerden reagiert. Die Stadt aber sieht sich nicht verantwortlich: " Ich wüsste nicht, was wir gegen Rauchen auf der Straße machen könnten - es gibt keine Vorschriften, die das verbieten", so Hans-Georg Freund vom Fachbereich Schule und Sport. Das OS-Team könne erst eingreifen, wenn Raucher ihre Zigaretten auf die Straße werfen.

Laut Jürgen Wiethäuper vom Fachbereich Bürger und Ordnung habe das OS-Team bislang von Kontrollen abgesehen. " Über fast alle Schulen sind bereits Beschwerden eingegangen. Allen nachzugehen ist für uns nicht zu leisten", sagt er. " Es kommt auch zu Beschwerden über Rauchentwicklung und blockierte Gehwege. Die weggeworfenen Kippen sind nur Teil des Problems." Das Kultusministerium habe das " nicht zu Ende gedachte" Verbot erlassen, also sei hier auch das Land gefordert. Dass von dort eine zeitnahe Lösung kommt, glaubt Anwohnerin Marianne Schlüter nicht: " Ich habe bei der Schulbehörde um Erklärungen gebeten. Geantwortet hat noch keiner."

AN DER STRASSE: Raucher stören Anwohner.
Foto: Pentermann
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