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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Wohnzimmer im Steinwerk
Zwischenüberschrift:
Wiltrud Betzler-Schellin schätzt ihre "gute Stube" unter gotischem Gewölbe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein Wohnzimmer im Steinwerk

Wiltrud Betzler-Schellin schätzt ihre " gute Stube" unter gotischem Gewölbe

Osnabrück

Als Wiltrud Betzler-Schellin 1984 die außergewöhnliche Eigentumswohnung im Gildehaus in einer der ältesten Straßen Osnabrücks angeboten wurde, zögerte die kulturinteressierte Lehrerin nicht lange und griff zu: Sie ist die einzige Osnabrückerin, die unter einem tonnenschweren Dachgewölbe eines Steinwerkes ihr Wohnzimmer eingerichtet hat.

Verborgen hinter dem eindrucksvollen Gildehaus an der Großen Gildewart, versteckt sich ein Steinwerk aus dem späten 13. Jahrhundert. Es ist eines von sieben erhaltenen Steinwerken in Osnabrück, die ein steinernes Dachgewölbe besitzen.

Über verwinkelte Treppen des Vorderhauses führt Wiltrud Betzler-Schellin ihre Besucher in ihr Reich. Unvermutet eröffnet sich hinter der Haustür ein hoher, weiß getünchter Raum, bekrönt von einem gotischen Gewölbe. " Ich mag die besondere, stets ausgeglichene Atmosphäre des Raumes", erzählt die Eigentümerin.

Trotz Raumhöhe und steinernen Wänden wirkt der ehemalige Lagerraum durch ausgewählte Möbel und effektvoll eingesetzte Lichtquellen behaglich und einladend. Einige ihrer Bekannten fänden den Raum ja zu dunkel, berichtet die Pädagogin, da nur ein kleines Dachfenster natürliches Licht in das Wohnzimmer lassen würde. Frühere Fenster sind heute durch einen hinter dem Steinwerk liegenden Anbau verstellt, in dem sich weitere Wohnräume der Pädagogin und Hobby-Künstlerin befinden.

Wiltrud Betzler-Schellin schätzt ihr ungewöhnliches Wohnzimmer und öffnet ihre Haustür sogar gelegentlich für Führungen. " Schließlich gehört das Steinwerk zur Geschichte der Stadt, und ich finde, dass dieses versteckte Gebäude für interessierte Menschen zugänglich sein sollte", sagt sie. Aber nur ab und zu und in Maßen: " Während der Kulturnacht sind wohl 800 Menschen durch mein Wohnzimmer gelaufen - das war mir dann doch zu viel", erzählt sie lachend.

SCHMÖKERN UNTERM GEWÖLBE: Wiltrud Betzler-Schellin hat ihr Wohnzimmer in einem Steinwerk eingerichtet. Foto: E. Seiler
Autor:
Birte Tost


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