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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Massive Mauern verborgen unter gelbem Putz
Zwischenüberschrift:
Dieses Steinwerk ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Massive Mauern verborgen unter gelbem Putz

Dieses Steinwerk ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen

Osnabrück

Auf den ersten Blick ist es kaum zu erkennen: Unter dem gelben Putz des hinteren Gebäudeteils der Touristinformation in der Bierstraße 23 verbergen sich die mächtigen Mauern eines jahrhundertealten Steinwerkes. Auch Dieter Frauenstein, Leiter der Tourist-lnformation, wusste lange nicht, dass er sein Büro in einem Steinwerk eingerichtet hat.

Im März 2004 ist die Informationsstelle in das Gebäude an der Bierstraße/ Ecke Kleine Gildewart eingezogen. Anfangs hat er sich zwar über das angenehme Raumklima seines Büros gewundert, erzählt Dieter Frauenstein. Sonst ist ihm nichts Besonderes an dem Haus aufgefallen. " Von Besuchern wurde ich aber immer wieder gefragt, warum mein Büro erhöht liegt und nur über Treppenstufen zu erreichen ist."

Das Rätsel um den versetzten Raum löste sich vor ein paar Monaten, als Steinwerkforscher Michael James Hurst die Tourist-lnformation besuchte. Er wollte das Gebäude in die Broschüre über Osnabrücker Steinwerke aufnehmen und erklärte den heutigen Nutzern die Besonderheiten des Baus.

" Obwohl das Steinwerk im Laufe der Jahrhunderte stark überformt wurde, sind wesentliche Merkmale immer noch zu erkennen", erläutert Hurst, Mitarbeiter der städtischen Denkmalpflege. Dazu zählen unter anderem der in den Boden eingelassene Keller und das dadurch erhöht liegende Erdgeschoss, das heute - wie ursprünglich angelegt - über eine Treppe im Inneren des Vorderhauses zugänglich ist.

In dem hinteren Teil der Tourist-lnformation, wo sich Büroräume befinden, erinnert kaum noch etwas an ein altes Gemäuer. Massive Bruchsteinwände sind unter Raufaser-Tapete verschwunden, Lüftungsluken wurden vor längerer Zeit durch vergrößerte Fenster ersetzt. Äußerlich ist das Steinwerk mit dem Vorderhaus verschmolzen. " Die baulichen Veränderungen sind nicht mehr rückgängig zu machen. Sollen sie auch nicht, denn sie erzählen von der unterschiedlichen Nutzung des Baus im Laufe der Jahrhunderte", so Hurst.

Dieter Frauenstein freut sich, dass hier heute die Tourist-lnformation untergebracht ist: " Dass wir von so einem typischen Osnabrücker Bau aus Werbung für die Stadt machen dürfen, ist schon etwas Besonderes."

Steinwerk-Führungen

Die Agentur ZeitSeeing-Stadtführungen bietet am heutigen Freitag, 4. November, um 17 Uhr eine öffentliche Steinwerk-Führung an. Treffpunkt: Rathaustreppe. Kosten: 2 Euro. Für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Mitbürger (und jeweils eine Begleitperson) bietet der Archäologische Arbeitskreis zwei Veranstaltungen zum Thema " Osnabrücker Steinwerke" an: Am Dienstag, 8. November, findet um 19 Uhr ein Diavortrag " Osnabrücker Steinwerke" im Gemeindesaal der St.-Marien-Gemeinde, An der Marienkirche, statt. Am Sonntag, 13. November, beginnt um 14 Uhr eine spezielle Führung für Rollstuhlfahrer durch die Steinwerke der Altstadt. Beide Veranstaltungen sind kostenlos. Infos bei Michael James Hurst unter Tel. 054l/ 323-2689.

KAUM ZU ERKENNEN: Das Steinwerk an der Kleinen Gildewart ist heute mit dem Vorderhaus verschmolzen. Im Hintergrund das Rathaus Foto: Gert Westdörp

1910 sah es so aus. Aus dem Buch " Alt-Osnabrück", Bd. 3, Verlag H. Th. Wenner.
Autor:
Birte Tost


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