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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Die Züge sind leise, aber das "Gebimmel" stört
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Langsam weicht die Skepsis: Inzwischen freuen sich viele Sutthauser, dass der haller Willem in ihrem Stadtteil hält
Artikel:
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Originaltext:
Die Züge sind leise, aber das " Gebimmer6 stört

Langsam weicht die Skepsis: Inzwischen freuen sich viele Sutthauser, dass der Haller Willem in ihrem Stadtteil hält

Sutthausen

Seit über zehn Wochen rollt der Haller Willem durch Sutthausen. Nicht alle Sutthauser finden das gut, doch die meisten können dem Zug in ihrem Stadtteil etwas Positives abgewinnen, wie eine kleine Umfrage unserer Zeitung zeigt.

Yvonne Konerding etwa findet es " grundsätzlich gut", dass die Züge der Nordwestbahn auch in Sutthausen halten. Sie selbst hat den Haller Willem genutzt, als sie mit ihm zum Hauptbahnhof und von dort direkt weiter in der Nordwestbahn nach Wilhelmshaven gefahren ist. Auch Töchterchen Jule ist schon mit dem neuen Zug gefahren und war begeistert von den vielen Radioknöpfen neben den Sitzen.

Viele Befürchtungen, die es in Sutthausen gab, bevor der Haller Willem kam, haben sich inzwischen gelegt. Das kann Ortsbürgermeister Wolfgang Klimm bestätigen. " Wir haben gar nicht gewusst, dass der Haller Willem so leise ist", wunderten sich viele Bürger. Damit seien alle Befürchtungen über zu laute Züge zerschlagen. Auch die Angst davor, dass der Verkehr sich an den Bahnübergängen stauen könnte, war unbegründet. Klimm ist sicher, dass viele sich in zehn Jahren darüber freuen, " dass wir 2005 den Haller Willem wieder auf die Schienen gebracht haben". Angesichts steigender Benzinpreise sei die Reaktivierung eine zukunftsorientierte Investition.

Etwas zu teuer finden viele eine Fahrt im Haller Willem. Der zu hohe Preis ist einer der Gründe, warum Barbara Hülsebrock nur unregelmäßig mit der Bahn zu ihrer Arbeit nach Oesede fährt. Gut sei, dass sie nur fünf Minuten unterwegs sei. Aber nicht zu allen Arbeitszeiten findet Hülsebrock einen passenden Zug. Das Problem kennen auch Mären Heckel und ihre Freundinnen. Wenn sie Sport habe, sei die Zeit zu knapp, um noch den Zug nach Sutthausen zu bekommen, klagt die Schülerin. Trotzdem finden die Mädchen es gut, dass es den Haller Willem gibt. Er müsste nur öfter fahren.

Eine Anwohnerin etwa, die gleich neben den Schienen wohnt, findet die Lautstärke der Züge " ganz in Ordnung", aber " das Gebimmel" der sich schließenden Schranken sei zu laut. Die Akustiksignale mag Anwohnerin Marion Holthaus, die immerhin noch durch eine Häuserreihe von den Schienen getrennt ist, auch nicht. Das hält sie aber nicht davon ab, den Haller Willem " großartig" zu finden.

Reisende werden im September gezählt

Ihren Kindern hat sie aber beigebracht, nicht zu nah an die Strecke zu gehen. Die Akustiksignale der Schranken gehörten zur Sicherheitsvorschrift, entschuldigt Johannes Bartelt von der Initiative Haller Willem. " Es gibt Menschen, die auf akustische Signale besser reagieren", sagt er. Dass zu wenig Reisende die Strecke nach Bielefeld nutzen, bezweifelt Bartelt. Er habe bei seinen Fahrten mit dem Haller Willem regelmäßig zwischen zehn und achtzig Leute gezählt.

Genaueres wird sich im September herausstellen. Dann wird die Landesnahverkehrsgesellschaft auf der wieder belebten Strecke die Reisenden zählen.

SUTTHAUSEN HAT WIEDER ANSCHLUSS: Yvonne Konerding und ihre Tochter Jule finden es gut, dass der Haller Willem durch ihren Stadtteil rollt.

Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
Anne Reinert


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