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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Herausgeputzt für das alte Handwerk
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Der Pferdestall am Industriemuseum bietet Platz für pädagogische Angebote
Artikel:
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Originaltext:
Herausgeputzt fürs alte Handwerk

Der Pferdestall am Industriemuseum bietet Platz für pädagogische Angebote

Osnabrück

Noch stehen Schubkarren vor dem alten Pferdestall am Süberweg, im Inneren werden letzte Fliesen und Kabel verlegt. Pünktlich zum Bergfest am kommenden Sonntag räumen die Handwerker jedoch ihren Arbeitsplatz in dem neuen Ausstellungsgebäude des Museums Industriekultur.

Unter dem Motto " Schnuppern im Pferdestall" öffnet das Museum am Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr erstmals die Tore des frisch restaurierten zukünftigen Ausstellungsgebäudes für neugierige Besucher. Zur Beruhigung für empfindliche Nasen: Nach Pferden riecht es in dem um 1890 errichteten Stall schon lange nicht mehr.

Das eindrucksvolle Steingebäude zählt, wie das in unmittelbarer Nähe liegende Magazingebäude, zu den ehemaligen Über-Tage-Anlagen des Hasestollens. Hier waren Pferde untergebracht, die vor die Transportwagen im Steinbruch gespannt wurden. Als Stall diente das Gebäude mit den auffälligen Rundbogenfenstern bis nach dem Zweiten Weltkrieg. " Danach wurde er von der Piesberger Steinindustrie als Lagerraum genutzt", erzählt Rolf Spilker, Leiter des Museums Industriekultur. Der Bau wurde über die Jahre verändert, den Bedürfnissen der Nutzer angepasst. " Diese äußeren Überformungen haben wir bewusst aufgegriffen, sogar betont, um die unterschiedliche Nutzung des Gebäudes zu dokumentieren", berichtet Spilker. So wurden zwar die Garagentore entfernt, die nachträglich erweiterten Zugänge aber durch Stahleinschübe akzentuiert. Innen musste das Gebäude vollständig entkernt werden, da Teile von Hausschwamm befallen waren.

Der nach Angaben des Museumsleiters etwa 500.000 Euro teure Umbau konnte durch die großzügige Unterstützung der Osnabrücker Senator-Lehmann-Stiftung und durch Gelder der Niedersächsischen Sparkassenstiftung finanziert werden.

Selbst mahlen oder Papier machen

Hell und luftig sind die Räume geworden, die sich künftig in eine Art " museumspädagogisches Zentrum" verwandeln sollen. Ganz sinnlich werden hier - insbesondere für Kinder - alte Handwerke erfahrbar gemacht: Eine Papiermacherei, Schusterwerkstatt, Müllerei und die Stellmacherei werden in ihrer historischen Entwicklung vorgestellt, und spezielle Angebote laden dazu ein, die Handwerke selbst auszuprobieren. " Außerdem freuen wir uns, in den neuen Ausstellungsräumen die von Prof. Dr. Hans Wielens gestiftete Sammlung von über 2400 alten Handwerkzeugen der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können", so Spilker.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die künftige Ausstellung im Pferdestall gibt das Museum am Sonntag: Zahlreiche Angebote wie eine provisorisch aufgebaute Müllerei laden Besucher am und im Gebäude zum Mitmachen ein. Offiziell eröffnet wird das neue Ausstellungsgebäude des Museums Industriekultur am nächsten Internationalen Museumstag, am 21. Mai 2006. Das Motto des Museumstages lautet übrigens ganz passend: " Museen und junge Besucher."

ERSTRAHLT IN NEUEM GLANZ: Der Pferdestall am Süberweg ist für 500.000 Euro restauriert worden. Unter dem Dach sind große, lichte Räume entstanden (kleines Bild). Fotos: Michael Hehmann
Autor:
tos


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