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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schon vor 100 Jahren Bummeln und Einkaufen an der Hase
Zwischenüberschrift:
Die Herrenteichstraße erfuhr größere und kleinere bauliche Veränderungen - Den Blick über die Hase gibt es auch heute noch
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zeitreise in der Innenstadt

Innenstadt Gut einhundert Jahre liegen zwischen diesen beiden Aufnahmen der Hasepartie an der Herrenteichsstraße. Der Fotograf der Karte, die um 1900 entstanden ist, wählte den Blick in die Herrenteichsstraße Richtung Nikolaiort, der heute noch möglich ist. Dennoch hat sich in diesem Teil Osnabrücks über die Jahre einiges verändert.

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts war die Herrenteichsstraße an der Hase ein ansehnlicher Straßenzug, der zum Bummeln, Einkaufen und Verweilen einlud. Zahlreiche Geschäfte boten ihre Auslagen in geräumigen Schaufenstern an, und das Hotel Kaiserhof, das sich in Bildmitte der historischen Postkarte in der Hase spiegelt, bot am Lauf der Hase einen Biergarten für gesellige Osnabrücker. Am gleichen Standort befindet sich heute, durch den üppigen Wuchs angrenzender Bäume verdeckt, das Wilhelmsstift. Doch auch dieses Gebäude wird bald Vergangenheit sein: Das Textilkaufhaus Lengermann und Trieschmann (L+ T) hat es gekauft und wird es abreißen. Das Wilhelmsstift zieht zur Großen Domsfreiheit um. Der Baukran hinter dem ehemaligen Elektrokaufhaus Brinkmann weist darauf hin, dass sich hier in naher Zukunft einiges verändern wird. Auch dieses Gebäude nebst Grundstück gehört zu dem Modehaus L+ T.

Gegen einfallende Sonnenstrahlen schützten Ladenbesitzer - damals wie heute - ihre Waren mit ausfahrbaren Markisen. Im Erdgeschoss des markanten Doppelhauses an der Herrenteichsstraße 3/ 4 befanden sich bereits zum Zeitpunkt der historischen Aufnahme Ladenlokale. Die 1807 errichteten dreigeschossigen Vierachsenhäuser fallen heute mit ihren eindrucksvollen Sandsteinfassaden in der eher schlicht gehaltenen Häuserreihe der Straße auf. Diese Zeugnisse der Osnabrücker Bürgerhausarchitekturüberstanden die Jahrzehnte in einer fast restlos kriegszerstörten Umgebung. Verändert wurde jedoch die Dachkonstruktion: Die ursprünglichen Walmdächer der beiden Häuser wurden durch ein gemeinsames Satteldach ersetzt.

Um 1900 säumte noch ein filigranes, sehr aufwändig gestaltetes Geländer diesen Teil der Hasepartie. Schmuckvolle Laternen beleuchteten abends die Gehsteige. Diese hübschen Details wurden im Laufe der Jahre durch eher nüchtern gehaltene Nachfolger ausgetauscht.

Bilduntertitel:

DIE HASEPARTIE UM 1900: Das Foto hat unser Leser Christian Abt zur Verfügung gestellt.

100 JAHRE SPÄTER ist die Sicht geblieben, auch wenn sich einiges verändert hat.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
tos


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