User Online: 1 | Timeout: 23:33Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Von der Verwaltung auf die Palme gebracht
Zwischenüberschrift:
Ohne Genehmigung keine Palmen vor dem Rosenhof
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von der Verwaltung auf die Palme gebracht

Ohne Genehmigung keine Palmen vor dem Rosenhof

OSNABRÜCK. Palmen sind in Osnabrück rar gesät. Vor dem Rosenhof haben die Betreiber Martin Wüst und Rüdiger Scholz zwei Exemplare aufgestellt, um das Straßenbild zu verschönern. Von der Verwaltung sind sie jetzt aufgefordert worden, die Bäume wieder zu entfernen. Das brachte die beiden auf die Palme.

" Seit dem Zeitpunkt, an dem wir hier sind, haben wir von der Verwaltung keine Unterstützung bekommen", schimpft Rüdiger Scholz. Er nennt als Beispiel die Bandbusse, die vor dem Haus halten müssen, damit die Musiker ihre Instrumente nicht allzu weit schleppen müssen. Manche Künstler nutzen die Busse auch als eine Art fahrendes Hotel. Parkt aber einer dieser Busse vor dem Rosenhof, stand in der Vergangenheit beinahe umgehend das OS-Team vor der Tür und verteilte Strafzettel, so Scholz. Das Parken wird inzwischen zwar geduldet, der Betreiber verlangt jedoch mehr Akzeptanz.

" Keine Unterstützung von der Verwaltung bekommen" (Rüdiger Scholz, Betreiber des Rosenhofs)

Rüdiger Scholz und Martin Wüst zahlen noch mehr Dinge auf, die sie zwar genervt, aber stillschweigend hingenommen haben. Das Fass zum Überlaufen brachte ein Schreiben vom Fachbereich Bürger und Ordnung, Fachdienst Straßenverkehr, in dem sie aufgefordert wurden, die Gebühr für das Straßencafe zu begleichen. Im vergangenen Jahr hatten sie dafür eine so genannte Sondernutzungserlaubnis beantragt. In diesem Jahr haben sie jedoch kein Straßencafe betrieben. Fachdienstleiter Norbert Obermeyer erklärt, dass diese Erlaubnis unbefristet ausgegeben wird und kurzfristig von den Gastronomen gekündigt werden kann. Das, so sagen Wüst und Scholz, wussten sie nicht. Sie hofften auf Kulanz seitens der Verwaltung. Aber vergeblich. " Satzung ist Satzung", hörte Wüst, als er mit dem Fachdienst sprach. Norbert Obermeyer ließ auf Nachfrage der Neuen OZ allerdings durchblicken, dass in diesem Fall das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

In dem Brief wurde den Betreibern des Kulturbetriebs Rosenhof außerdem mitgeteilt, dass sie die beiden Palmen, die den Eingangsbereich des Hauses zierten, zu entfernen haben, da keine Sondernutzungserlaubnis für die Bäume beantragt wurde. Das brachte Scholz und Wüst vollends auf die Palme: " Wir machen Kultur ohne Subventionen in einem Sanierungsgebiet, aber es wird nur gegen uns gearbeitet", schimpfen sie. Scholz spricht von der überregionalen Bedeutung, die der Rosenhof für die Stadt habe, da dort namhafte Künstler aufträten.

Das kulturelle Engagement weiß Fachdienstleiter Obermeyer wohl zu schätzen. Er sagt aber auch: " Man muss sich an die Spielregeln halten, dann können auch Eingeständnisse gemacht werden. Man kann nicht eins gegen das andere aufrechnen."

Die Palmen, führt Obermeyer aus, dürften auf dem Gehweg vor dem Rosenhof stehen, wenn es beantragt und genehmigt sei. Dann auch kostenlos. " Als Verwaltungsstelle müssen wir aber dagegen vorgehen, wenn es nicht erlaubt ist", sagt Obermeyer.

Rüdiger Scholz und Martin Wüst haben aber von Anträgen auf Sondernutzungserlaubnisse die Nase voll: Sie haben die Palmen vor dem Rosenhof entfernt.

Die Palme muss weg: Ohne Erlaubnis der Verwaltung dürfen die Betreiber des Rosenhofs, Martin Wüst und Rüdiger Scholz, keine Palmen aufstellen. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
tw


Anfang der Liste Ende der Liste