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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Frühsport und Touristenattraktion
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Wieder möglich: Der Blick von der Marienkirche auf die Stadt und das Umland
Artikel:
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Originaltext:
Frühsport und Touristenattraktion

Wieder möglich: Der Blick von der Marienkirche auf die Stadt und das Umland

Osnabrück (Jan) Die Stadt aus der Vogelperspektive: Pünktlich zu Ostern können Osnabrücker und Besucher wieder regelmäßig den Ausblick von der Marienkirche genießen. Nach Abschluss der Dachsanierung ist der Turm jeden Sonntag von 11.30 bis 13 Uhr zuganglich.

192 Stufen führen zum Turmumgang in 40 Meter Höhe hinauf. Auch wer ein bisschen wackelig auf den Füßen ist, kann jetzt ohne Scheu die Plattform erklimmen. Ein neuer Handlauf an der Wendeltreppe im unteren Teil und zusätzliche Geländer weiter oben entsprechen den neusten Sicherheitsbestimmungen und sorgen für mehr Halt.

Ein herrlicher Blick auf die Dächer des Heger-Tor-Viertels, den Dom und an klaren Tagen bis nach Ibbenbüren entschädigt für die Mühen des Aufstiegs. " Ich versuche, jeden Morgen nach oben zu gehen", sagt Küster Tilo Gliesche. Das sei sein ganz persönlicher Frühsport und erspare den Weg ins Fitnessstudio. Wie das Dach präsentiert sich auch der Turmumgang in einem neuen Gewand. Die Außenwände sind nun statt mit tristen Eternitplatten ebenfalls mit Kupfer verkleidet.

Die braun-glänzende Optik des Turmhelmes ist gewöhnungsbedürftig. Es wird ein paar Jahrzehnte dauern, bis sich unter dem Einfluss von Luft und Wasser die natürliche grüne Patina bildet. Pastor Achim Kunze findet das Gesamtbild schöner als vorher. " Wir sind froh, die Bauarbeiten planmäßig und ohne Unfall beendet zu haben", sagt er. Fast ein Jahr verging, in dem der Kirchturm sein neues Dach erhielt. Monatelang arbeiteten Gerüstbauer und Klempner in Schwindel erregender Höhe. Da hätte viel passieren können.

Die 400000 Euro teure Dachsanierung war erforderlich geworden, nachdem der Küster Pfützen im Obergeschoss des Turms bemerkt und Experten schließlich arge Risse in der Kupferhaut festgestellt hatten. Der Kirchturm dreht sich bei Sturm, und die 1958 verlegten Platten hatten diesem Druck im Laufe der Jahre nicht standgehalten. Der 46 Jahre alte Dachstuhl blieb unbeschädigt. Die Holzbalken sind noch in Ordnung.

Tilo Gliesche erinnert sich gern an die zehnmonatige Bauzeit, die viele Höhepunkte geboten hat - etwa als im August ein Hubschrauber das alte Turmkreuz aus der Verankerung hob. Der Küster stand aufgeregt am Boden und schoss Fotos. Das alte Kreuz war am Fuß so verrostet, dass es möglicherweise eines Tages abgebrochen und heruntergefallen wäre. Tilo Gliesche hat es aufgearbeitet und im Gemeindegarten von St. Marien aufgestellt. In 84 Meter Höhe ziert jetzt ein neues Kreuz mit den markanten Kugeln den Turm der Marienkirche.

Turmbesteigungen sind übrigens auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten am Sonntag möglich. Gruppen können sich beim Verkehrsverein Stadt und Land Osnabrück anmelden (Telefon 0541/ 323-2202). Der Verein hat den Kirchturm gepachtet, um ihn touristisch zu vermarkten. Ein Blick von oben auf die beleuchtete Stadt ist ab sofort auch wieder Abschluss der öffentlichen Nachtwächterführungen durch Osnabrück, die die Firma " Zeitseeing" jeden Freitag und Samstag ab 21 Uhr anbietet (Treffpunkt Rathaus, Anmeldung nicht erforderlich). Die Tour mit dem Nachtwächter können Gruppen auch für jeden anderen Zeitpunkt buchen (Infos unter Telefon 0541/ 7502340). Ostersonntag sind nach einjähriger Pause ab 9 Uhr die Turmbläser zu hören.

AUCH BEI SCHMUDDELWETTER REIZVOLL: Küster Tilo Gliesche zeigt aus 40 Meter Höhe, dass am Horizont Haus Ohrbeck in Holzhausen zu sehen ist. Interessierte können jetzt nach fast einjähriger Pause wieder jeden Sonntag zwischen 11.30 und 13 Uhr auf den Turm der Marienkirche steigen.
Fotos: Gert Westdörp

EIN NEUES Treppengeländer bietet beim Aufstieg ab sofort mehr Halt.

DAS ALTE TURMKREUZ hat jetzt im Gemeindegarten von St. Marien einen neuen Platz gefunden. Hoch oben krönt seit vorigen August ein neues Kreuz den Kirchturm.
Autor:
jan


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