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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Kreativpartner für Öko-Grabmale
 
In der Ausbildung kennen gelernt
Zwischenüberschrift:
Werkstatt beteiligt sich am Wettbewerb der Landesgartenschau in Wolfsburg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Kreativpartner für Öko-Grabmale

Werkstatt beteiligt sich am Wettbewerb der Landesgartenschau in Wolfsburg

Weststadt (S.)

" Jede gute Form ist auch ein gutes Grabmal", sagt Volker Voigt. Wenn die handwerkliche Umsetzung dann noch gut ist, gibt es Preise für die Grabmale. So wie im vergangenen Jahr zweimal Silber und zweimal Bronze bei der Internationalen Gartenschau (IGA) Rostock.

In diesem Jahr beteiligen sich die Steinmetz- und Bildhauerwerkstätten Voigt & Feldker wieder an einem Wettbewerb " Grabbepflanzung und Grabmal", vom 24. April bis 10. Oktober bei der Landesgartenschau in Wolfsburg. Vier Entwürfe haben Volker Voigt und Bernard Feldker eingereicht, alle vier wurden angenommen. Schon das ist ein Erfolg, da von 43 Vorschlägen nur 26 für den Wettbewerb zugelassen wurden.

Auch die neuen Arbeiten fallen etwas aus dem Rahmen. Zwei hohe Stelen - eine zweiteilige der chinesischen Ying- und Yang-Form nachempfunden, die andere aus Granit mit einem eingelassenen Dreieck aus Eichenbalken. Der Stein als Symbol für die Ewigkeit, das Holz für Vergänglichkeit.

Die beiden anderen Werke sind für Urnengräber: Eine kleinere Stele aus Porphyr und Granit. Besonders interessant: Das Dreieck aus brasilianischem Granit-Gneis, aus dessen Mitte zwei kleinere Dreiecke geschnitten wurden. Es ist das erste Öko-Grabmal aus der Werkstatt am Lotter Kirchweg 82.

Hinter dem Begriff steht ein neues Produktionsprinzip für Grabmale, das Ökologie und Ökonomie verbindet. Computergesteuerte Seilsägen ermöglichen auch gebogene und geknickte Schnitte. Der Vorteil liegt im sparsamen Umgang mit der Ressource Naturstein, weil es keinen Verschnitt gibt und ausgesägte Stücke - wie die beiden kleinen Dreiecke - verwendet werden. " Das ist im Endeffekt auch für den Kunden günstiger", erläutern die Fachmänner.

Durch die Arbeiten auf der IGA war der Begründer der " Öko-Grabmale", der Hamburger Steinmetz- und Steinbildhauer Bernd Foerster, auf seine Osnabrücker Kollegen aufmerksam geworden. Inzwischen ist ihre eine von bundesweit acht angeschlossenen Werkstätten und einziger Kreativpartner im Bereich der Postleitzahl 49.

Volker Voigt und Bernard Feldker sind " aus Überzeugung und von Herzen" Grabmal-Steinmetze und - bildhauer. Der Umgang mit den Kunden bedarf in diesem Handwerk auch im Umgang mit den Kunden ein besonderes Fingerspitzengefühl. Haben die meisten doch erst kurz zuvor einen nahen Angehörigen verloren.

Ein gut gestaltetes Grab ist für die beiden Partner fester Bestandteil einer Begräbnis-und Trauerkultur, die es zu sichern gilt. Deshalb beteiligt sich die Werkstatt auch an den Vorbereitungen für einen " Tag des Friedhofs", den die Stadt mit Bestattern, Steinmetzen und Gärtnereien im September auf dem Heger Friedhof veranstalten will.

DIESE VIER ARBEITEN von Volker Voigt (links) und Bernard Feldker stehen bald in Wolfsburg.
Foto: Hermann Pentermann

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Heute: Weststadt

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In der Ausbildung kennen gelernt

Die Steinmetze und Steinbildhauer Volker Voigt (mit Meistertitel) und Bernard Feldker gründeten 1986 ihren gemeinsamen Betrieb. In den Werkstätten entstehen überwiegend Grabmale, zu einem geringen Teil auch Bildhauer- und Steinarbeiten für den Gartenbedarf. Etwa jedes fünfte Grabmal ist von ihnen selbst handwerklich gestaltet. Darüber hinaus werden die beiden Partner, die sich während der Ausbildung kennen lernten, mit der Restaurierung alter Grabdenkmäler beauftragt. Sie beschäftigen noch einen Gesellen und einen freien Mitarbeiter als Friedhofskraft. Bisher haben sie fünf Junge Leute ausgebildet. Derzeit machen sie " eine Ausbildungspause". (S.)
Autor:
S.


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