User Online: 1 | Timeout: 11:47Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Mal was anderes als Pflastern und Heckenschneiden"
Zwischenüberschrift:
Auszubildende der Stadt Osnabrück renaturieren den zweiten Teil des Riedenbachs - Biotop für Tiere und Pflanzen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Mal was anderes als Pflastern und Heckenschneiden"

Auszubildende der Stadt Osnabrück renaturieren den zweiten Teil des Riedenbachs - Biotop für Tiere und Pflanzen

Schölerberg

Mit einem großen Hammer schlägt Katharina Ostermöller dicke Holzpflöcke in das Bett des Riedenbachs. Bis vor kurzem war es noch mit Betonsteinen ausgepflastert. Jetzt bringen Auszubildende der Stadt Osnabrück auch den letzten Teil des Grünstreifens der Natur wieder etwas näher.

Während der Riedenbach zwischen der Schölerbergstraße und Pattbrede bereits in vollem Grün steht, wird jetzt auch der Abschnitt bis zum Wulfekamp in Angriff genommen. Seit gut einer Woche sind die Auszubildenden des Fachbereichs Grün und Umwelt damit beschäftigt, die alten Rasengittersteine aus dem Bett zu entfernen und ihm einen natürlichen Verlauf zurückzugeben.

" Durch Kurven im Bachbett nehmen wir dem Wasser die Geschwindigkeit", erklärt Katharina Ostermöller, angehende Gärtnerin im Garten- und Landschaftsbau. Sie steht mitten im Riedenbach und doch im Trockenen: Für die Arbeiten wurde das Wasser gestaut und der Bach trocken gelegt. An den Prallufern schlägt die Auszubildende gerade mit ihren Kollegen dicke Hölzer in die Erde, die mit Reisigbündeln zu dichten Wänden aufgefüllt werden.

" In fünf Jahren wird alles verrottet sein, und bis dahin hat sich das Ufer gefestigt", sagt Lothar Dütemeyer vom beteiligten Ingenieurbüro.

Für die Auszubildenden ist die Arbeit am Riedenbach eine willkommene Abwechslung. " Das ist mal was ganz anderes, als nur zu pflastern, Hecken zu schneiden oder zu pflanzen", sind sich Katharina Ostermöller und Sebastian Diekmann einig. Eigentlich wollten sie diese Woche abschließen. Doch das sei wahrscheinlich nicht zu schaffen. " Aber nächste Woche Freitag ist der zweite Abschnitt bestimmt fertig", ist sich Jan Sannemann sicher. Etwas später werde dann der Uferbereich bepflanzt.

Biotop wertet das Landschaftsbild auf

Der erste Teil des Riedenbachs war im April fertig geworden. " Die Auszubildenden machen das Projekt nebenbei, und daher konnten wir erst jetzt weiterarbeiten", sagt Ausbilder Ralf Herterich. Die Renaturierung war nötig geworden, da durch schnell fließendes Wasser im geradlinigen Bachbett Ablagerungen und Bewuchs mitgerissen wurden und das angeschlossene Kanalnetz zu verstopfen drohten. " Wir hätten die Vegetation komplett entfernen müssen", so Dütemeyer.

Durch die Arbeit mit den Auszubildenden sei ein kostengünstiger Weg gefunden worden. Ein natürliches Bachbett mit zusätzlichen Flachzonen werte das Landschaftsbild auf und biete Pflanzen und Tieren ein Biotop.

Das haben offensichtlich auch die Störche aus dem Zoo erkannt. Erst kürzlich suchten sie sich am renaturierten Riedenbach Futter. So könnten sich die Anwohner demnächst vielleicht sogar die Fahrt in den Zoo sparen.

DIE AUSZUBILDENDEN (v. I.) Daniel Paesler, Sebastian Diekmann und Katharina Ostermöller befestigen die Ufer. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:


Anfang der Liste Ende der Liste