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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Mehr Licht im Dunkel des Rathauses
Zwischenüberschrift:
Umbau bis Juni abgeschlossen
Artikel:
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Originaltext:
Mehr Licht im Dunkel des Rathauses

Umbau bis Juni abgeschlossen

OSNABRÜCK. Es ist ungemütlich beim Herrn Oberbürgermeister. Staub, Dreck und eine gewisse Unaufgeräumthelt prägen sein Büro. Kein Wunder: Hans-Jürgen Fip hat gemeinsam mit seinem persönlichen Referenten Günter Landwehr eine Übergangsbleibe bezogen. Während der Bauarbeiten am und im Rathaus residieren die beiden Schreibtisch an Schreibtisch im ehemaligen Büro des Stadtkämmerers.

Karl-Josef Leiendecker ist schon vor geraumer Zeit ins Stadthaus geflohen. Da ein Kapitän sein Schiff nicht so schnell verlässt, hat sich Fip für den Verbleib auf der Baustelle entschieden und seinen Ersten Offizier Landwehr gleich zwangsverpflichtet. Der wärmt sich nun in diesen kalten Frühlingstagen an zwei Radiatoren, während gleich auf der anderen Seite des Flures der Presslufthammer sein Werk verrichtet. Und der leistet ganze Arbeit. Um im Fip' schen Sinne Transparenz ins Rathaus zu bringen, wurden Wände ein- und Türen ausgerissen. Luftig, hell und freundlich soll es werden, so Fips Idee, eben die erste Adresse der Friedensstadt Osnabrück.

Spätestens bis zum Hansetag Mitte Juni soll der Umbau abgeschlossen sein. " Für Ende Mai ist die offizielle Fertigstellung vorgesehen", erklärt Joachim Götz, Werksleiter im Eigenbetrieb Immobilien und Gebäudemanagement. Ein wenig Toleranz habe man also.

Die Umbaumaßnahmen ranken sich um zwei Fahrstühle, die das Rathaus endlich auch für behinderte Menschen zugänglich machen sollen. Ausgangspunkt ist der Durchgang vom Markt in die Bierstraße. Hier befindet sich unter der Brücke zwischen historischem Gebäudeteil und dem neueren Trakt des Rathauses ein Aufzug, der seine Nutzer auf Höhe des Friedenssaals bringt. Den erreicht der Rollstuhlfahrer über eine lange, flache Rampe. Aus dem Foyer des historischen Rathauses bringt ihn dann ein zweiter Fahrstuhl in die nächste Ebene. So bekommt auch der Ratssitzungssaal einen behindertengerechten Zugang.

Das Rathaus soll aber nicht nur barrierefrei werden. Die Modernisierung wird im wahrsten Sinne des Wortes mehr Licht ins Dunkel bringen. Ein Empfangsbereich wird eingerichtet, der diesen Namen auch verdient. Die Gäste werden demnächst unter anderem eine ansehnliche Präsentation der Osnabrücker Partnerstädte vorfinden und natürlich in mehreren Bereichen - beginnend in einem gleichsam erweiterten Foyer - via Schautafeln und andere Medien Einblicke in die Friedensstadt und ihre Region gewinnen können.

" Wir haben ständig steigende Besucherzahlen", so Fip. Dem müsse die Stadt gerecht werden, zumal der Tagestourismus weiter ausgebaut werden soll. Etwa 3000 Busse per anno strebt Fip an (derzeit sind es 1300), der im Tourismus ein wachsendes wirtschaftliches Standbein in ansonsten unsicheren Zeiten sieht.

Ein guter Monat bleibt noch, um den Hansetagbesuchern ein neues historisches Rathaus präsentieren zu können. Bis dahin soll alles wieder an seinem Platz sein: der Stadtkämmerer wieder im Rathaus, der OB wieder in seinem Büro, und Günter Landwehr wird dann hoffentlich keine Radiatoren mehr brauchen.
Autor:
dk


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