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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Spaziergänger störten die bischöfliche Ruhe
Zwischenüberschrift:
Franz-Josef Bode öffnet den vielleicht ältesten Garten Osnabrücks - Parkanlage statt Gemüseanbau
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Spaziergänger störten die bischöfliche Ruhe

Franz-Josef Bode öffnet den vielleicht ältesten Garten Osnabrücks - Parkanlage statt Gemüseanbau

OSNABRÜCK. Der Garten des Bischofshauses gehört seit dem Mittelalter zum Grundstücksbestand des Domkapitels. Bis 1802 war das heutige Bischofshaus Domizil eines Domkapitulars, der den Garten bewirtschaftet haben dürfte.

Seit 1814 residieren in der ehemaligen Dorgeloschen Domherrnkurie die Osnabrücker Oberhirten: zunächst die Weihbischöfe Carl Clemens von Gruben und Karl Anton Lüpke sowie seit 1858 Bischof Paulus Melchers und seine Nachfolger. Damals reichte der Garten aber noch nicht an die Stadtmauer heran, sondern zwischen beiden verlief die Hellingstraße - eine Sackgasse, die den Hellingsturm im Mittelalter für Verteidigungszwecke zugänglich hielt. Der Turm sowie die zwischen Mauer und Hase liegenden Flächen waren später im Besitz der Familie Lodtmann, die Ersteren im 19. Jahrhundert zum Gartenhaus umfunktionierte.

Nach einer Zwischennutzung durch eine Wäscherei erwarb der Bischöfliche Stuhl um 1900 das gesamte Gelände bis zur Hase. Bischof Heinrich Voss plante zunächst, seinen Garten bis an den Fluss zu erweitern, da von der Stadtmauer nur noch Fundamente vorhanden waren. Schließlich schreckte er aber vor Spaziergängern auf dem Herrenteichswall und Kahnfahrern auf dem Wasser zurück, so dass er die Stadtmauer auf ihren alten Fundamenten wieder aufbauen ließ. Der Hellingsturm war ihm ein willkommener Zufluchtsort während des Jahrmarkts, der damals noch auf der Großen Domsfreiheit stattfand.

Bis zum Umbau des Bischofshauses in den 80er Jahren gediehen auf der dreieckigen Gartenfläche vorwiegend Obst und Gemüse, das im Bischofshaus verzehrt wurde. Heute öffnet Bischof Franz-Josef Bode den parkähnlichen Garten mit mediterranem Einschlag bisweilen für Besuchergruppen, die ihm besonders am Herzen liegen. Nach 2004 steht der vielleicht älteste Garten Osnabrücks zum zweiten Mal am Tag des offenen Denkmals Besuchern offen. Und wie vor zwei Jahren versorgen die Schwestern Hermentraud und Theogardis die Besucher wieder mit Kaffee und selbst gebackenen Waffeln.

Mit Kaffee und Waffeln bewirten die Schwestern Hermentraud und Theogardis die Besucher am Sonntag im Bischofsgarten.
Autor:
que


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