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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Braune Bananen schmecken besser
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Produzenten aus Südamerika im Weltladen
Artikel:
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Originaltext:
Braune Bananen schmecken besser

Produzenten aus Südamerika im Weltladen

OSNABRÜCK. Warum ist die Banane mal mehr, mal weniger krumm? Diese Frage beantworteten Joaquin Vasquez und Benjamin Paralles aus Ecuador bei der Eröffnung der Fairen Wochen im Aktionszentrum 3. Welt.

" Wir wollen eine gerechtere Beziehung zwischen den Käufern und Produzenten", sagt Joaquin Vasquez über das Ziel von UROCAL, der Dachorganisation kleinbäuerlicher Erzeuger in der ecuadorianischen Bananenproduktion, deren Präsident er ist. So wollen die Bananenbauern ihre Situation und die ihrer Familien verbessern.

Kleinbauer Benjamin Paralles hat in der Nähe der Pazifikküste eine fünf Hektar große Farm, auf der seine Familie und zwei zusätzliche Mitarbeiter Bananen ernten. Weil er die Ware an den fairen Handel verkauft, ist ihm ein Festpreis garantiert. Gesundheitsgefährdende Pestizide setzt er nicht ein.

Anders ergeht es Bauern, die im kommerziellen Handel verkaufen. Häufig bekommen sie pro Karton nicht einmal einen Dollar. " Das reicht nicht mal für die Deckungskosten", erklärt Vasquez. Zudem seien die Arbeitsbedingungen auf den Großplantagen schlecht.

" Reicht nicht für die Deckungskosten" (Joaquin Vasquez, Gast aus Ecuador)

Es werden Pestizide eingesetzt, neben Männern und Frauen arbeiten dort auch Kinder, um das magere Einkommen ihrer Familien zu verbessern.

Um für ihre Bananen zu werben, halten sich Vasquez und Paralles während der Fairen Wochen in Deutschland auf. Gestern waren sie Gast im Aktionszentrum 3. Welt. Dort erklärten sie, warum Bananen mal mehr, mal weniger krumm sind. Es handele sich um unterschiedliche Sorten.

Die Bauern stimmen ihre Ware auf die Ansprüche des europäischen Marktes ab. Während hier Kunden leicht grünstichige Bananen wollen, bevorzugen Ecuadorianer Früchte mit braunen Stellen - weil die süßer sind. Im Aktionszentrum 3. Welt werden diese Bananen nur noch zum halben Preis verkauft. Der Osnabrücker Weltladen hofft, dass die Fairen Wochen sein Anliegen " über seinen kleinen Rahmen hinaus bekannt machen", so Mitarbeiterin Anja Pauls, die die Fairen Wochen in Osnabrück mit Astrid Kafsack von der Nord-Süd-Beratung koordiniert. Hier beteiligen sich auch das Cafe Bagels und das Cafe Mojo. Sie bieten bis zum 30. September fair gehandelten Kakao, Tee und Saft an. Wer dort in den nächsten zwei Wochen Kaffee bestellt, bekommt die fair gehandelte Variante. Sie habe Stammkunden vortesten lassen, berichtet Bagels-Inhaberin Petra Koch. " Super Kaffee", hätten die gesagt.

Produkte aus fairem Handel

Zum fünften Mal finden vom 18. bis 30. September die Fairen Wochen in Deutschland statt. Unter dem Motto " Fairness verbindet" soll auf Produkte aus fairem Handel aufmerksam gemacht werden. Schirmherrin ist Heidemarie Wieczorek-Zeul. Von fairem Handel profitieren die Bauern: Ihnen ist ein Festpreis für ihre Ware garantiert. Außerdem setzt sich der faire Handel für einen umweltschonenden Anbau ein. Fair gehandelte Produkte gibt es nicht nur in Dritte-Welt-Läden, sondern auch in Supermärkten.

Sie machen sich stark für fair gehandelte Produkte - Geschäftsleute aus Osnabrück und Produzenten aus Ecuador.

Foto: Michael Hehmann


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