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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Woher kommt diese Riesen-Heuschrecke?
Zwischenüberschrift:
Gottesanbeterin in Osnabrück gesichtet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Woher kommt diese Riesen-Heuschrecke?

Gottesanbeterin in Osnabrück gesichtet

OSNABRÜCK. Da staunte Peter Daniewski nicht schlecht: Bei der Arbeit in der Rohrbündel-Fertigung bei KME fiel dem Techniker plötzlich eine riesengroße Heuschrecke vor die Füße: " Eine Gottesanbeterin", wusste er sofort, " ich kenne diese Tiere aus dem Urlaub am Mittelmeer."

Die Europäische Gottesanbeterin (lateinisch: Mantis religiosa) ist in Deutschland sehr selten und steht auf der Koten Liste. In unseren Breiten kommt sie nur noch in den warmen Gebieten Südbadens und im Saarland vor, im Mittelmeer gilt die Fangschrecke dagegen als häufig. Wahrscheinlich ist dieses Exemplar denn auch mit einem Lastwagen in die Osnabrücker Kupferschmiede importiert worden.

Den Namen Gottesanbeterin bekam Mantis religiosa wegen der anbetungsähnlichen Haltung der beiden vorderen Beine, die zu dornenbewehrten Fangarmen umgestaltet sind. Mit ihnen umklammert das Tier die Beute und führt sie dann direkt zum frei beweglichen Kopf. Sie sind reine Fleischfresser und ernähren sich von anderen Insekten, die großen Mittelmeerarten verzehren sogar kleine Wirbeltiere oder Jungvögel.

Die Weibchen, auch das Exemplar von Peter Daniewski, erreichen eine Größe von acht Zentimetern, die Männchen sind gut zwei Zentimeter kleiner. Bei jeder Häutung des Insekts kann die Gottesanbeterin die Farbe ihres Panzers ganz nach dem Zustand der Vegetation ändern: Von Hellgrün bis zum staubigen Braun der herbstlichen Mittelmeer-Macchia. Und noch eine Kuriosität ist bemerkenswert: Bei der Paarung kommt es zum sexuellen Kannibalismus - sie beißt ihm kurzerhand den Kopf ab.

Peter Daniewski jedenfalls hat seine Mantis religiosa im heimischen Garten ausgesetzt

Sprung in die Freiheit: Eine acht Zentimeter große Gottesanbeterm wurde in Osnabrück gesehen.

Foto:
Peter Daniewski
Autor:
fhv


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