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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gärtner sollen Rizinusfrüchte beseitigen
Zwischenüberschrift:
Gefahrenabwehr noch rechtzeitig
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Gärtner sollen Rizinusfrüchte beseitigen

Gefahrenabwehr noch rechtzeitig

fhv OSNABRÜCK. Noch gibt es keine Entwarnung nach der Entdeckung hochgiftiger Rizinus-Pflanzen in den Grünanlagen der Stadt Osnabrück. " Voraussichtlich in der kommenden Woche", so Dr. Sven Jürgensen im städtischen Presseamt gestern, sollten die gefährlichen Samenkapseln abgeschnitten und damit unschädlich gemacht werden.

Auch gestern war nicht bekannt, wie viele Rizinuspflanzen an welchen Stellen in den öffentlichen Grünflächen und Blumenkübeln in Osnabrück gepflanzt worden sind. Vorsichtige Schätzungen gehen von deutlich über hundert Exemplaren aus. Die Pflanze, lateinisch Ricinus communis zanzibariensis, wird von Gärtnern zwar wegen ihrer dekorativen Wirkung geschätzt. Ihre Samen enthalten allerdings das hochgiftigc Glykoprotein Ricin, eines der stärksten bekannten Gifte in der Natur. Experten warnen: Bereits eines der bohnenförmigen Samenkörner würde genügen, um ein Kind zu töten.

Ein Gegengift ist nicht bekannt. Im Fall einer Ricin-Vergiftung ist die Magenspülung oder Erbrechen angezeigt, außerdem werden als Therapie Aktivkohle und Abführmittel verabreicht, um die Aufnahme des Wirkstoffs im Magen-Darm-Trakt zu verhindern.

Pressesprecher Dr. Sven Jürgensen berichtete gestern auf Anfrage dieser Zeitung, die städtischen Gärtner seien angewiesen, nunmehr in der kommenden Woche fallweise die stacheligen Samenkapseln der Pflanze abzuschneiden und somit unschädlich zu machen. Dieses Vorgehen werde zur Gefahrenabwehr als ausreichend angesehen: " Die Samenkapseln sind derzeit noch unreif und öffnen sich deshalb nicht." Auch die Rizinusbohnen selbst seien deshalb bislang etwa für spielende Kinder " völlig unattraktiv".

In solchen Samenkapseln reifen die hochgiftigen Rizinusfrüchte. Foto: Jörn Martens
Autor:
fhv


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