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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Pech: Umleitung raubt Anwohnern die Ruhe
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Baustelle auf dem Autobahnzubringer lässt Lkw auf die Wersener Landstraße ausweichen
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Originaltext:
Pech: Umleitung raubt Anwohnern die Ruhe

Baustelle auf dem Autobahnzubringer lässt Lkw auf die Wersener Landstraße ausweichen

Von Hauke Petersen

Atter
Normalerwelse geht es recht ruhig zu auf der Wersener Landstraße. Ein Mittelstreifen fehlt, die einzige Markierung ist eine gestrichelte Linie, um die Fahrradfahrer besser zu schützen. Doch an Radfahren ist dort momentan nicht zu denken. Seit zwei Wochen brausen hier die Laster der Autobahnauffahrt Hafen entgegen.

Schuld ist eine Baustelle auf dem Zubringer L 88. Deshalb fließt der Verkehr dort nur noch einspurig, und zwar von der Autobahn kommend. Doch zum Glück gibt es ja die fast parallel verlaufende Wersener Landstraße. Auf ihr kommen Autos und Laster nahezu ohne Zeitverlust auf die Autobahn.

Glück für die Verkehrsteilnehmer, Pech für die Anwohner. Kurt Beiderwellen ist einer von ihnen. Eines Morgens legte er sich 75 Minuten lang auf die Lauer. 670 Fahrzeuge hat er in dieser Zeit gezählt, davon 120 Lkw. Also schoben sich fast zwei Laster pro Minute an seinem Haus vorbei.

Und das auf einer Straße, die sich nicht in allerbestem Zustand befindet. " Vor allem die leeren Lkw klappern wie verrückt", erklärt Carsten Reinke. Auch der 38-Jährige wohnt direkt an der Straße und fühlt sich massiv gestört.

Ab heute nur noch Tempo 30 für Lkw

Abends sei es am schlimmsten. " Da fürchten die keinen Gegenverkehr und fahren noch schneller."

Deshalb lautet seine Forderung: Tempo 30 für Lkw. Und siehe da: Die Verwaltung reagiert prompt. Nach Angaben von Franz Schürings, dem Fachbereichsleiter Städtebau, sollen heute noch entsprechende Schilder aufgestellt werden. Die seien auch eigentlich von Anfang an geplant gewesen, mussten jedoch erst noch beschafft werden.

Noch besser wäre es nach Reinkes Empfinden, die Straße für den Schwerlastverkehr komplett zu sperren und ihm nur noch den Weg über die Autfahrt Osnabrück-Nord zu lassen. Doch da macht Ihm Schürings keine Hoffnungen. Der Aufwand für Planung und Beschilderung wäre zu hoch, angesichts der nur vorübergehenden Beeinträchtigung.

Die Trägerin der Baumaßnahme, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, setzt in einem Brief an die Osnabrücker Speditionen auf deren guten Willen und legt auch denen, die Richtung Süden wollen, den Weg über die Auffahrt Nord nahe. Zumindest bei Hellmann ist das Schreiben angekommen. " Wir haben es auch an unsere Fahrer weitergeleitet", weiß eine Firmensprecherin. Ob die den guten Rat aber annehmen, könne sie nicht sagen.

NICHT AUSZUHALTEN, findet Carsten Reinke. Im Minutentakt rattern an seinem Haus die Lastwagen vorbei. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
Hauke Petersen


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