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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Goldene Spitze am Eingang zum neuen Piesberg
Zwischenüberschrift:
Ortsrat Pye begrüßte die Pläne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Goldene Spitze am Eingang zum neuen Piesberg

Ortsrat Pye begrüßte die Pläne

Pye

Jahrzehntelang galt für den Piesberg: " Betreten verboten!". Doch jetzt heißt es immer häufiger: " Treten Sie näher!". Vor allem, seit der Osnabrücker Hausberg für die Bundesgartenschau 2015 auserkoren wurde. Im Ortsrat Pye stellte Detlef Gerdts, Leiter des städtischen Fachbereichs Grün und Umwelt, neue Pläne vor, die den schrittweisen Wandel des Steinbruchs vom " Tabu-Gebiet" zum Naherholungsbereich unterstreichen.

Am Sonntag, 4. September, steigt am Piesberg die zehnte Auflage des " Bergfestes". Da " zehn Jahre Bergfest" und " noch zehn Jahre bis zur Buga" zusammenfallen, möchte die Stadt einen dauerhaft sichtbaren, planerischen Akzent setzen. Nur wo? " Nach vielen Überlegungen", berichtete Gerdts dem Ortsrat, sei die Wahl auf die Kreuzung Fürstenauer Weg / Süberweg gefallen. Rechtzeitig zum Bergfest soll aus einer gewöhnlichen Straßenkreuzung ein repräsentativer " Eingangsbereich" werden: Für den Piesberg, den Stadtteil Pye und die geplante Buga.

Für diesen Zweck will die Stadt ein bereits 2000 im Steinbruch gezeigtes Kunstwerk erneut zum Vorschein bringen. " Dem Berg die Spitze wieder aufgesetzt" hieß damals ein Kunstprojekt, zu dem der Bildhauer Stefan Pietryga das namengebende Objekt beigesteuert hatte: einen schwebenden, goldfarbenen Zapfen als Symbol für den durch intensiven Bergbau längst verloren gegangenen Berggipfel.

Außerdem sollen Bäume an den Berg zurückkehren, die dort zuletzt vor 250 Millionenjahren heimisch waren. Zurzeit existiert der Ginkgo-Baum am Piesberg nur noch in Form von Fossilien. Doch nun sollen zwölf lebendige, hochstämmige Exemplare des Fächerblattbaums als Schmuck für die Buga-Kreuzung dienen. Genauso wie zwölf drei bis vier Meter hohe Steinstelen direkt aus dem Piesberg.

Bei Ortsbürgermeister Josef Thöle (CDU) und seinen Ortsratskollegen sorgten die Planungen für zufriedene Gesichter. Nicht zuletzt, weil Gerdts versicherte, dass die Umgestaltung die Stadt " mehr oder weniger nichts kosten" wird. Die " Hinkelsteine", die von der Feuerwehr aufgestellt werden, stiftet die Piesberger Steinindustrie, und die Ginkgo-Bäume werden durch die Garten- und Landschaftsbauer der Region beigesteuert.

Vielleicht könnten ja außerdem die Stadtwerke davon überzeugt werden, im Fußweg eine " dezente Beleuchtung" einzubauen, so Gerdts. " Dann kriegen Sie einen Eingang für Pye, wie ihn kein anderer Stadtteil hat."

Gerdts hatte noch weitere positive Nachrichten zum Piesberg mitgebracht. So soll der Rundweg mit der Lechtinger Aussichtsplattform ab dem Bergfest auch innerhalb der Woche zugänglich sein. Außerdem können Wanderer bald die imposante Felsrippe des Berges besteigen: über einen Aufstieg, der zum größten Teil aus Mitteln des Landes und der Bundesumweltstiftung finanziert wird, wie Gerdts berichtete.

Im Norden des Berges soll darüber hinaus eine weitere Aussichtsplattform gebaut werden - finanziert aus den Überschüssen der Grünkohlmahlzeit des Osnabrücker Verkehrsvereins.

Notizen aus dem Ortsrat

Gefahrenpunkt: Die städtischen Verkehrsplaner sind entschlossen, den Fürstenauer Weg im Bereich des Gasthofs " Siebenbürgen" zu entschärfen. Anstelle der ursprünglich geplanten Ampel sollen in der Fahrbahnmitte zwei Fußgängerinseln entstehen. Damit Autofahrer den Fuß auch wirklich vom Gas nehmen, ist eine Verschwenkung der Fahrbahn geplant. Dafür soll die alte Busbucht aufgegeben werden, die für moderne Gelenkbusse ohnehin zu klein ist. Der Bus hielte dann direkt auf der Fahrbahn. Der Ortsrat signalisierte grundsätzliche Zustimmung. In weiteren Gesprächen sollen noch Detailfragen geklärt werden.

Gemeinschaftshaus: Das Piesberger Gesellschaftshaus muss dringend saniert werden. Dafür stellt die Stadt bis zu 108.000 Euro zur Verfügung. Weitere 15.000 Euro will der Verein " Piesberger Gesellschaftsbaus" in Eigenleistung erbringen. In einer Mitteilungsvorlage äußert sich die Kulturverwaltung außerdem " optimistisch, die Kosten noch weiter senken zu können". Unter anderem soll ein Förderantrag beim Niedersächsischen Landesdenkmalamt gestellt werden.

MIT GINKGO-BAUMEN, Felsen und Kunstobjekten konnte die Zufahrt zum Piesberg gestaltet werden.

EIN GOLDFARBENER ZAPFEN als Symbol für den Berggipfel: Das Objekt des Bildhauers Stefan Pietryga könnte einen neuen Platz an der Kreuzung Fürstenauer Weg/ Süberweg/ Piesberg-Zufahrt zieren. Foto: Michael Hehmann
Autor:
ack


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