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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Wenig Licht: Birken sollen weichen
Zwischenüberschrift:
Aber Nachbarn protestieren
Artikel:
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Originaltext:
Wenig Licht: Birken sollen weichen

Aber Nachbarn protestieren

mgr OSNABRÜCK. " Es ist eine Schande, dass so etwas zugelassen wird", empören sich die Anwohner Am Kalkhügel, Ecke Schilgenstraße. Fünf gesunde Birken sollen planmäßig heute gefällt werden. Die Nachbarschaft ist aufgebracht.

Seit über 40 Jahren stehen die acht Bäume auf einer Grünfläche zwischen zwei Mietshäusern Am Kalkhügel, Ecke Schilgenstraße. Jetzt müssen fünf von ihnen ihr Leben lassen, weil nach Meinung einiger weniger Mieter zu wenig Licht in ihre Wohnungen fällt. " Eine Frau hat sich sogar schon damit zufrieden gegeben, dass die Äste unten gestutzt werden", erklärt Anwohner Hans Günter Schmitz. Trotzdem sollen die Bäume weg. Warum gerade diese fünf der acht Bäume, ist den Nachbarn genauso unklar wie die Tatsache, dass sie überhaupt weg müssen. " Das ist Willkür, die Bäume stören wirklich niemanden", betont Anwohner Klaus Schröder.

Das Missverständnis ist groß. Deshalb trommelten die beiden Nachbarinnen Frauke Kühn und Eva Kornau am vorigen Samstag etwa 20 Leute aus der betroffenen Nachbarschaft zusammen, um über die Situation zu beratschlagen. Keiner möchte die Birken, die das Grundstück in vielerlei Hinsicht bereichern, missen. Doch wie kann man die Bäume retten? " Wir müssten uns am Dienstag anketten", rufen einige. Anderen ist das jedoch zu gefährlich - sie setzen eher auf stillen Protest. Doch alle sind sich einig. Es muss etwas passieren.

Die Vermieterin des Wohnblocks an der Schilgenstraße wollte sich telefonisch nicht zu der Situation äußern - sie habe ihre Gründe, warum die Bäume gefällt werden müssten, sagte sie.

Diese Gründe sehen die Anwohner aber nicht. " Wenn meine Enkelkinder da sind, freuen sie sich immer über die Eichhörnchen, die so lustig in den Birken springen. Im Sommer ist es so schön. Jetzt gucken wir bald auf die nächste Hauswand", erzählt Jürgen Heller betrübt. Nachbarin Christine Tiemann macht sich Gedanken über ihre Kinder. " Wie soll ich ihnen das erklären? Sie lernen in der Schule, die Natur zu schützen und zu respektieren, und jetzt werden diese Bäume einfach so gefällt." Sie alle haben ihre Gründe, warum die Birken stehen bleiben sollen. Sie sehen sich zwar irgendwie auf der Verliererseite, aber ein kleines Fünkchen Hoffnung auf Rettung der Birken ist noch da.

Einsatz für die Birken: Die Anwohner wollen verhindern, dass sie heute gefallt werden.
Autor:
mgr


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