User Online: 1 | Timeout: 15:42Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
170 Eigenheime: Auf Kosten des Stadtklimas?
Zwischenüberschrift:
Pläne für Baugebiet Daumeyersweg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
170 Eigenheime: Auf Kosten des Stadtklimas?

Pläne für Baugebiet Daumeyersweg

Gretesch (rll)

So große Baugebiete können die Stadtplaner nicht alle Tage ausweisen: Am Gretescher Weg soll eine Siedlung für 170 Einfamilienhäuser entstehen. Doch das Vorhaben ist umstritten. Ökologen befürchten, dass die artengeschützten Kiebitze auf der Strecke bleiben und das Stadtklima Schaden nehmen könnte. Zurzeit läuft die frühzeitige Bürgerbeteiligung für den Bebauungsplan.

Im Stadtentwicklungsausschuss verweigerten die SPD und die Grünen ihre Zustimmung. Das 27, 5 ha große Areal gilt als Klimaschutzfläche mit besonderer Bedeutung. " Eine Bebauung und Versiegelung dieser Flächen unterbindet nicht nur die Entstehung von Kaltluft", heißt es im Abwägungspapier der Stadtplaner. Durch zusätzliche Emissionen aus der neuen Siedlung werde sogar die Frischluftzufuhr auf benachbarten Flächen gefährdet.

In der ökologischen Bestandsaufnahme werden erhebliche Beeinträchtigungen für schutzwürdige Arten und Lebensgemeinschaften prophezeit, falls es zur Bebauung kommt. Neben dem Kiebitz wird in diesem Zusammenhang das Gemeine Blutströpfchen genannt - eine gefährdete tagaktive Nachtfalterart. Außerdem geht es um bedrohte Heuschrecken.

Die Stadt sieht die Planung eher als Chance, der Abwanderung junger Familien zu begegnen. Als Angebot an die Ökologen soll das Plangebiet zu 50 Prozent aus Grün- und Waldflächen bestehen. 170 Baugrundstücke sieht der Entwurf des Wallenhorster Büros " Ingenieurplanung" vor, 70 davon als Doppelhaushälften, der Rest frei stehend. Bislang nur auf dem Papier gibt es die Erschließungsachse, die sich durch das Plangebiet zieht. Sie soll den Strothmannsweg entlasten. Auf der Westseite soll ein 300 m breiter Streifen frei gehalten werden, um die Siedlung vor dem Autobahnlärm abzuschirmen. Beiderseits der 110-kV-Bahnstromleitung sind 50 m Abstand geplant. Das ist mehr, als das Gesetz vorschreibt.

Der Bebauungsplan Nr. 494 " Daumeyersweg" liegt bis zum 11. Juli öffentlich aus (im Internet unter www.osnabrueck.de oder im Dominikanerkloster, Hasemauer 1. Während dieser Frist können Stellungnahmen und Änderungsvorschläge für das weitere Verfahren eingebracht werden.

EINE NEUE ERSCHLIESSUNGSACHSE soll verhindern, dass der Verkehr aus der geplanten Siedlung ausschließlich den Strothmannsweg belastet. Um diese Achse anzubinden, wurde am Gretescher Weg bewusst eine Lücke gelassen. Links die Autobahn 33. Infografik: Neue OZ/ Michel
Autor:
rll


Anfang der Liste Ende der Liste