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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Vom Piesberg und seiner starken Anziehungskraft
Zwischenüberschrift:
Führung durch das gesamte Gelände lockt viele Besucher
Artikel:
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Originaltext:
Vom Piesberg und seiner starken Anziehungskraft

Führung durch das gesamte Gelände lockt viele Besucher

Osnabrück In wetterfester Kleidung und mit schweren Wanderstiefeln ausgerüstet, warteten 25 Teilnehmer im Museum Industriekultur am Piesberg auf Heinz Hesse, der eine ganz besondere Führung leitete.

Museumsmitarbeiterin Daniela Barlag ist dabei: " Die normalen Führungen finden im Industriemuseum statt, aber heute gehen wir raus ins Gelände. Das habe ich auch noch nicht mitgemacht." Dagegen will Rita Glüsenkamp den Piesberg kennen lernen: " Ich möchte wissen, wie die Bundesgartenschau (Buga) mit der Osnabrücker Geschichte verarbeitet werden soll. Wie Natur und Bergbau vereint werden sollen."

Zuerst geht es mit dem Fahrstuhl in die Tiefe unter Tage. Der Hasestollen ist seit vier Jahren wieder zu begehen. Im dämmrigen Licht und bei dem von den Wänden tropfenden Wasser erinnerten sich einige an den Unfall im Stollen im Jahr 1893. Sieben Bergleute kamen damals bei einem Wassereinbruch ums Leben.

Doch Heinz Hesse klärt sofort die Gerüchte um den Haarmannsbrunnen auf. Denn der soll nicht an das Unglück erinnern. Haarmanns Intension sei vielmehr gewesen: Wer sich anstrengt, kommt zum Wasser, dem Lebenselixier.

Während des Zweiten Weltkrieges versteckten sich Anwohner im Stollen und warteten dort die Bombenangriffe ab. Immer mit der Hoffnung, dass der Stollen nicht getroffen wird. An die Zeit nach dem Krieg erinnert sich Franz Hagedorn. Er war von 1946 bis 1949 Schmiedelehrling im Piesberger Steinbruch. Bis 1955 arbeitete er dort als Reparaturschlosser. " Heute möchte ich meinem Neffen, meinem Enkel und seinem Freund das Gelände zeigen", sagt Hagedorn: " Es ist ein tolles Areal, aber die Buga kostet schon viel Geld." Die Führung geht weiter an den alten Häusern vorbei bis in den Steinbruch. Verschiedene Gesteinsarten sind in den Wänden zu entdecken wie etwa Kohlenflöze, die sich durch den Schiefer ziehen.

Die Führung sei sehr informativ gewesen, lautet Wolfgang Sandforts abschließendes Urteil. " Das Gelände ist sehr interessant und ein geeigneter Standort für die Buga." Auch die anderen Teilnehmenden loben die Führung und Heinz Hesse, der viele spannende Geschichten erzählte. " Doch sollte man bei dem Aprilwetter auf geeignete Kleidung achten", stellt Hagedorn fest.

UNTER TAGE beginnt die Führung. Die Atmosphäre erinnert viele an den Unfall, bei dem im Jahr 1893 sieben Bergleute ihr Leben ließen. Foto: Michael Hehmann
Autor:
pst


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