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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bald mehr Wasser für die Wüste
Zwischenüberschrift:
Hausbesitzer müssen Druckminderer einbauen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. In ganz Osnabrück beträgt der Druck in den Wasserleitungen acht bar. In ganz Osnabrück? Nein, es gibt eine kleine Enklave, in der das saubere Nass langsamer fließt. Wen wundert' s: Es ist die Wüste. Doch das wird sich in wenigen Wochenändern. Dann sprudelt auch dort das Wasser.

Die Installateure geben sich derzeit in der Wüste die Klinke in die Hand: Die Stadtwerke werden ab Mitte Oktober in diesem Stadtteil den Wasserdruck erhöhen, deshalb müssen in 1900 Häusern Druckminderer installiert werden.

Von den drei Wasserwerken in Düstrup, Thiene und Wittefeld bekommt die Stadt ihr Trinkwasser. Das wird zunächst in Hochbehälter gepumpt und dann in die Stadtteile geleitet. Mit einem Druck von acht bar kommt es in den Häusern an. Doch warum fällt die Wüste mit nur vier Bar Druck aus dem Wasserrahmen? " Die Wüste und einige Straßen im Katharinenviertel werden aus dem Hochbehälter hinter dem Botanischen Garten auf dem Westerberg gespeist. Und der liegt nur 100 Meter hoch. Andere Hochbehälter liegen auf 140 Meter Höhe", erklärt Martin Meyer, Installationsmeister im Bereich Netzanschluss der Stadtwerke.

Weniger Höhenunterschied bedeutet weniger Druck auf den Leitungen. Eigentlich für die Wüstenbewohner kein Problem, das Wasser läuft doch aus den Hähnen. Aber weil der Druck immer niedrig war, wurden in den Häusern nie Druckminderer eingebaut, die zwischen dem Wasserdruck der großen Leitungen und den Leitungen im Haus einen Ausgleich schaffen. Im übrigen Stadtgebiet dagegen hatte schon immer bei jedem Hausbau ein Druckminderer eingebaut werden müssen.

" Dann spritzt das Wasser bis an die Decke" (Martin Meyer, Installationsmeister)

Das Dilemma für die Stadtwerke: Wenn es in der Wüste an einer der Hauptleitungen einen großen Wasserrohrbruch geben sollte, kann das Wasser nicht aus anderen Stadtteilen zugeleitet werden. Die Druckverhältnisse passen nicht zusammen.

Deshalb nun die Umstellung. Parallel wird der alte Hochbehälter auf dem Westerberg, der fünf Millionen Liter Wasser fasst, vom Netz genommen, die Wüstenbewohner bekommen bald ihr Trinkwasser aus dem wesentlich größeren Hochbehälter auf dem Piesberg. Nach und nach wird nun gleichzeitig der Wasserdruck erhöht.

Und wenn jemand keinen Druckminderer in seinem Haus einbaut? " Dann wird ihm das Wasser bis an die Decke spritzen, wenn er den Hahn aufdreht", sagt Meyer. Platzen könnten die Rohre aber nicht, die sind auf zehn bar Druck ausgelegt. Einige hundert Euro müssen Hausbesitzer für die Installation zahlen, je nach Aufwand und Art des Gerätes. Dafür versprechen die Stadtwerke aber zukünftig den Wüstenbewohner einen konstanten Wasserdruck, auch an heißen Tagen.

Informationen:

Fragen beantworten die Experten der Stadtwerke unter Tel. 344-564

Die Wüste und ein Bereich im Katharinenviertel bekommen mehr Wasserdruck.

Einen normalen Druckminderer (rechts) und einen mit Feinfilter zeigt Martin Meyer von den Stadtwerken. Die Geräte müssen in 1900 Häusern in der Wüste hinter den Wasserzählern installiert werden. Foto: Jörn Martens
Autor:
d.


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